AMD Aktie: Die Aufholjagd
Nach dem jüngsten Kursrutsch melden sich die Käufer bei AMD eindrucksvoll zurück. Doch der Chip-Hersteller begnügt sich nicht mit einer bloßen Kurserholung, sondern rüstet auch personell auf. Mit einem neuen Marketing-Schwergewicht an Bord will das Unternehmen den Druck auf den Platzhirsch Nvidia erhöhen und die eigene KI-Sparte aggressiver positionieren.
Neue Führung für die Offensive
Am Montag verkündete AMD eine strategisch wichtige Personalie: Ariel Kelman übernimmt mit sofortiger Wirkung den Posten des Senior Vice President und Chief Marketing Officer (CMO). Kelman ist in der Branche kein Unbekannter und bekleidete zuvor Führungspositionen bei Salesforce, Amazon Web Services (AWS) und Oracle.
Sein Mandat ist klar definiert. AMD will die eigenen "Instinct"-Datenzentren-Beschleuniger deutlich offensiver gegen die Konkurrenzprodukte von Nvidia vermarkten. Kelman berichtet direkt an Ruth Cotter und soll die Go-to-Market-Strategien für das High-Performance-Computing-Portfolio schärfen.
Rückkehr der Käufer
An der Börse sorgt die Kombination aus strategischer Neuausrichtung und günstigen Bewertungen für Erleichterung. Der aktuelle Aufwärtstrend markiert eine deutliche Gegenbewegung zum Abverkauf Anfang des Monats.
- Der Rücksetzer: Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 3. Februar geriet die Aktie unter Druck. Auslöser war primär die Umsatzprognose für das erste Quartal 2026 von 9,8 Milliarden US-Dollar, die einige Anleger enttäuschte.
- Die Wende: Bereits Ende vergangener Woche griffen Investoren wieder zu. Dieser Trend setzte sich zum Wochenstart fort und trieb den Kurs am Montag um 3,5 Prozent nach oben in den Bereich von 216 US-Dollar.
Solides Fundament trotz Prognose-Dämpfer
Ein Blick auf die fundamentalen Daten zeigt, warum die Zuversicht zurückkehrt. Das Geschäftsjahr 2025 verlief für AMD operativ äußerst erfolgreich, auch wenn der kurzfristige Ausblick zunächst verhalten aufgenommen wurde.
Im vierten Quartal 2025 erzielte der Konzern einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie übertraf mit 1,53 US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Besonders das Data-Center-Segment erwies sich als Wachstumsmotor und generierte im Gesamtjahr 2025 einen Rekordumsatz von 16,6 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl untermauert die wachsende Bedeutung von AMD im Bereich der KI-Infrastruktur.
Strategische Basis steht
Der aktuelle Vorstoß im KI-Bereich baut auf der Integration von ZT Systems auf. Diese Übernahme wurde bereits vor fast einem Jahr, am 31. März 2025, abgeschlossen. Der Zukauf ermöglicht es AMD, komplette Rack-Scale-KI-Lösungen an Hyperscaler zu liefern, statt nur einzelne Chips zu verkaufen.
Mit dieser gefestigten Hardware-Basis signalisiert die Ernennung des neuen Marketing-Chefs nun den Übergang in die nächste Phase: Die aggressive Kommerzialisierung und Skalierung der Marke im laufenden Jahr 2026. Ob die neue Marketing-Strategie greift, wird sich in den kommenden Quartalen an der Umsatzentwicklung der Data-Center-Sparte messen lassen müssen.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








