Coinbase Aktie: Rückzieher mit Folgen
Coinbase-Chef Brian Armstrong hat am Donnerstag die Unterstützung für ein wichtiges Krypto-Regulierungsgesetz im US-Senat zurückgezogen – mit sofortigen Konsequenzen. Der zuständige Bankenausschuss verschob die geplante Abstimmung auf unbestimmte Zeit. Die Aktie reagierte prompt: Sie verlor 6,48 Prozent auf 239,28 US-Dollar. Gleichzeitig schnellte das Volumen bei Put-Optionen um 42 Prozent über den Durchschnitt – Händler setzen auf weitere Kursverluste oder wollen sich absichern.
"Lieber kein Gesetz als ein schlechtes"
Armstrong begründete den Schritt in einer Reihe öffentlicher Statements. Der Digital Asset Market Clarity Act, kurz CLARITY Act, sei in seiner aktuellen Form "materiell schlechter als der Status quo", erklärte der CEO. Coinbase hatte das Gesetz ursprünglich befürwortet, doch kurzfristige Änderungen hätten es aus Sicht des Unternehmens zu einem Risiko für die Branche gemacht.
Konkret kritisiert Armstrong vier Punkte:
- Verbot tokenisierter Aktien: Das Gesetz würde diese de facto unmöglich machen.
- Einschränkungen für DeFi: Neue Auflagen könnten die Privatsphäre der Nutzer gefährden.
- Machtverlagerung zur SEC: Die Rolle der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) würde zugunsten der SEC geschwächt – aus Sicht vieler Krypto-Firmen ein Rückschritt.
- Verbot von Stablecoin-Belohnungen: Diese sind eine wichtige Einnahmequelle für Coinbase.
In einem CNBC-Interview legte Armstrong nach: Traditionelle Banken würden versuchen, über den Gesetzgebungsprozess Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Das Verbot von Stablecoin-Rewards sei ein direkter Angriff auf das Geschäftsmodell der Plattform.
Regulierung bleibt Dauerbaustelle
Der CLARITY Act sollte nach Jahren der Unsicherheit endlich einen klaren Rahmen für digitale Assets schaffen. Das Repräsentantenhaus hatte das Gesetz 2025 bereits verabschiedet. Doch Armstrongs öffentlicher Widerstand hat den Prozess jäh gestoppt. Der Rückzug eines Schwergewichts wie Coinbase zeigt, wie tief die Gräben zwischen Industrie und Regulierern nach wie vor sind.
Armstrong hofft auf eine überarbeitete Fassung "in einigen Wochen". Ein konkreter Termin steht nicht. Bis dahin bleibt die regulatorische Lage für US-Krypto-Unternehmen diffus – ein Zustand, den die Märkte nicht mögen.
Fokus verschiebt sich auf Quartalszahlen
Anleger werden nun genau beobachten, ob und wie sich Gesetzgeber und Industrie annähern. Kurzfristig rückt aber ein anderer Termin in den Vordergrund: Am 12. Februar 2026 legt Coinbase die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Nach der jüngsten Volatilität und dem Regulierungsstreit wird die Performance des Unternehmens unter verschärfter Beobachtung stehen.
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