Die Almonty Industries-Aktie gab am Dienstag nach einer historischen Rally deutlich nach. Gewinnmitnahmen setzten dem Wolfram-Produzenten zu – doch die fundamentalen Treiber hinter dem Kurssprung bleiben intakt. Die strukturelle Versorgungskrise bei Wolfram und geopolitische Faktoren stützen weiterhin die Neubewertung des Titels.

Steiler Rücksetzer nach Rekordhoch

Die Aktie eröffnete mit einer Kurslücke bei 17,94 Dollar, nachdem sie am Vortag noch bei 20,72 Dollar geschlossen hatte. Zuletzt notierte der Titel bei 17,22 Dollar auf einem Volumen von 3,8 Millionen Aktien.

Der Rückschlag folgt auf einen außergewöhnlichen Anstieg. Zum 3. März 2026 stand der Kurs bei 19,34 Dollar – ein Plus von knapp 34% innerhalb einer Woche. Zuvor hatte die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch von 23,67 CAD markiert.

Wolfram-Versorgungskrise treibt Neubewertung

Hinter der dramatischen Neubewertung steht eine globale Wolfram-Knappheit historischen Ausmaßes. China, das schätzungsweise 75 bis 80% der weltweiten Versorgung kontrolliert, verschärfte Ende 2025 die Exportrestriktionen erheblich. Analysen von BMO Capital Markets zeigten, dass bestimmte chinesische Wolfram-Exporte in diesem Zeitraum zeitweise komplett zum Erliegen kamen.

Der Wolfram-Preis schnellte 2025 um über 160% nach oben und setzt seinen Aufwärtstrend in den ersten Wochen 2026 fort. BMO sieht für 2026 keine Entspannung auf der Angebotsseite, während die Lagerbestände weiter sinken.

CEO Lewis Black bezeichnete die Situation kürzlich als "echten, legitimen Versorgungsengpass". Erstmals seit Jahrzehnten verhalte sich die Wolfram-Preisbildung unabhängig von historischen Kontrollmechanismen – Kunden akzeptieren derzeit die höheren Kosten.

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Geopolitik verstärkt strategische Bedeutung

Ein US-Verbot für chinesisches Wolfram in Militäranwendungen tritt 2027 in Kraft. Parallel dazu schließen neue Beschaffungsregeln des US-Verteidigungsministeriums Material aus China, Russland oder Nordkorea aus. Diese regulatorische Entwicklung hebt Almontys strategische Relevanz deutlich an.

Sangdong-Mine als Flaggschiff-Projekt

Das Unternehmen nahm im Dezember 2025 den kommerziellen Abbau in seiner Sangdong-Mine in Südkorea auf. Die Anlage gilt als strategisch entscheidend für den Aufbau einer von China unabhängigen Lieferkette für die USA und ihre Verbündeten. Der schrittweise Ausbau zur vollen Produktionskapazität verläuft planmäßig und soll bis 2027 abgeschlossen sein.

Almonty prognostiziert, dass Sangdong letztlich rund 40% der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken wird. Eine Phase-II-Erweiterung, ebenfalls für 2027 geplant, soll die jährliche Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern. Zusätzlich entwickelt das Unternehmen ein Projekt in Montana, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Die Rally löste eine Welle von Hochstufungen aus. Couloir Capital erhöhte seine Bewertung um über 150% von 7,69 CAD auf 19,30 CAD. DA Davidson hob das Kursziel Anfang Februar von 12 auf 18 Dollar an. B. Riley Financial schraubte sein Ziel auf 17 Dollar hoch, während Oppenheimer am 5. Februar 2026 die Coverage mit "Buy" und einem Kursziel von 16 Dollar startete.

Institutionelle Investoren stocken massiv auf

Die Anzahl der institutionellen Anteilseigner wuchs im jüngsten Quartal um über 55% auf 107. Van Eck Associates baute seine Position um bemerkenswerte 13.295% aus und hält nun 11,24 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen Dollar. Auch Encompass Capital Advisors (etwa 25,6 Millionen Dollar) und Next Century Growth Investors (rund 16,3 Millionen Dollar) stiegen neu ein.

Zur Finanzierung seines Wachstums schloss Almonty 2025 zwei Kapitalerhöhungen in den USA ab und generierte Bruttoerlöse von über 219 Millionen Dollar.

Quartalszahlen am 19. März im Fokus

Am 19. März legt Almonty seine Quartalsergebnisse vor. Der Bericht wird zeigen, wie sich die gestiegenen Wolfram-Preise und der Produktionshochlauf in der finanziellen Performance niederschlagen. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird die operative Umsetzung 2026 sein – insbesondere, ob der Produktionsausbau reibungslos verläuft und die angepeilten Mengen erreicht werden.

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