Coinbase gerät bei Stablecoins stärker ins Visier der US-Aufsicht – und damit ausgerechnet in einem Bereich, der zuletzt viel Geld in die Kasse gespült hat. Neue Vorschläge könnten die beliebten „Reward“-Programme beschneiden, mit denen Nutzer auf USDC Erträge erhalten. Wie groß ist das Risiko für eine wichtige Einnahmequelle?

OCC nimmt Stablecoin-Rewards ins Visier

Auslöser ist ein umfangreicher Regelentwurf der US-Bankenaufsicht OCC, der laut Decrypt im Zusammenhang mit dem GENIUS Act steht. Das 376-seitige Papier zielt darauf ab, Stablecoin-Reward-Programme branchenweit einzuschränken. Direkt betroffen sein könnte damit auch das USDC-Yield-Programm, das derzeit mit rund 4% Rendite arbeitet.

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Für Coinbase ist das nicht nur ein Nebenkriegsschauplatz. Decrypt zufolge erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 rund 1,3 Mrd. US-Dollar Stablecoin-Umsatz. Der Entwurf geht nun in eine 60-tägige Phase für öffentliche Stellungnahmen – entschieden ist also noch nichts, aber die Richtung ist klar: mehr Kontrolle, weniger Spielraum.

Politischer Stillstand bremst eine Einigung

Parallel hakt es politisch. Phemex News berichtet, dass sich die Gespräche über eine Einigung im Weißen Haus zu Stablecoin-Erträgen verzögern dürften. Zwar habe es zunächst das Ziel gegeben, das Thema bis zum Ende des Wochenendes zu klären. Laut „Banking Insidern“ sei dieser Zeitplan jedoch kaum realistisch.

Der Kern des Streits: Die Kryptoindustrie und Bank-Lobbyisten sind sich uneins, ob Stablecoin-Yields grundsätzlich zulässig sein sollen. Diese Differenzen erschweren laut Bericht auch den Fortschritt beim Crypto Market Structure Act – also bei der größeren Klammer, die den US-Kryptomarkt ordnen soll.

Base wächst – trotz Gegenwind bei Rewards

Während die Regulierung auf die Ertragsmodelle zielt, gibt es auf der Technologie-Seite positive Impulse. Ebenfalls laut Phemex News hat Alchemy am 28. Februar ein autonomes Zahlungssystem für KI-Agenten auf dem Base-Netzwerk gestartet. Damit können KI-Systeme automatisch Compute-Credits mit USDC kaufen, um On-Chain-Datenabfragen zu bezahlen.

Bemerkenswert: Die Integration nutzt den x402-Standard, der von Coinbase entwickelt wurde. Das unterstreicht, dass das Base-Ökosystem weiter praktische Anwendungen anzieht – auch wenn die politische und regulatorische Debatte um Stablecoin-Erträge gleichzeitig an Schärfe gewinnt.

Zum Marktbild passt, dass die Coinbase-Aktie auf 30-Tage-Sicht deutlich im Minus liegt: Der Schlusskurs am Freitag betrug 148,88 Euro, das sind rund 15% weniger als vor einem Monat.

Im Kalender ist der nächste Fixpunkt die laufende 60-tägige Kommentierungsphase zum OCC-Entwurf: Je nachdem, wie stark Reward-Programme am Ende tatsächlich eingeschränkt werden, steht für Coinbase eine zentrale Stablecoin-Erlösspur entweder auf stabilerem regulatorischem Fundament – oder unter dauerhaft höherem Druck.

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