Während Wall-Street-Analysten über Bewertungen streiten, greift das große Geld zu: Milliardenschwere Fonds stocken ihre Coinbase-Positionen massiv auf. Gleichzeitig kehrt ein entscheidender Marktindikator zurück, der seit Wochen verschwunden war. Spüren die Profis eine Chance, die andere übersehen?

Der „Coinbase-Aufschlag" ist zurück

Ein technisches Signal lässt aufhorchen: Der sogenannte „Coinbase Premium Index" ist erstmals seit Ende Oktober wieder positiv. Diese Kennzahl vergleicht Bitcoin-Preise auf der US-Plattform Coinbase Pro mit jenen auf internationalen Börsen.

Ein positiver Wert bedeutet: US-Investoren zahlen einen Aufpreis, um auf der regulierten amerikanischen Plattform zu handeln. Das ist klassischerweise ein Zeichen dafür, dass institutionelles Kapital aus den USA in den Markt strömt. Während Bitcoin um die 91.150-Dollar-Marke pendelt, deutet dieser Indikator auf erneutes Interesse großer Player hin.

Milliarden-Käufe trotz Kursrückgang

Tatsächlich lassen sich große Adressen nicht von der jüngsten Volatilität abschrecken – im Gegenteil:

  • ARK Invest: Cathie Woods Investmenthaus kaufte am 26. November Coinbase-Aktien im Wert von rund 16,5 Millionen Dollar. Die Käufe verteilten sich auf drei ETFs (ARKK, ARKW, ARKF) und stellen den größten Zukauf seit August dar.
  • Norges Bank: Der norwegische Staatsfonds hält mittlerweile eine Position von etwa 1,04 Milliarden Dollar – ein klares Bekenntnis zur langfristigen Infrastrukturrolle der Börse.
  • Ameritas Investment Partners: Die Investmentfirma stieg neu ein und untermauert damit das institutionelle Vertrauen.

Diese Käufe erfolgen bezeichnenderweise während einer Phase, in der die Aktie unter Druck steht – klassisches antizyklisches Verhalten von Profis.

Das Geschäft läuft: Die Q3-Zahlen

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Die fundamentale Basis liefert Argumente für beide Lager. Im dritten Quartal erzielte Coinbase einen Gesamtumsatz von 1,87 Milliarden Dollar. Besonders auffällig:

  • Transaktionserlöse: Plus 83 Prozent im Jahresvergleich auf 1,05 Milliarden Dollar – getrieben durch gestiegene Handelsaktivität.
  • Abo- und Service-Erlöse: Wachstum auf 747 Millionen Dollar, ein Beleg für die erfolgreiche Diversifizierung in Stablecoin-Geschäft und Blockchain-Rewards.
  • Gewinn: Das Unternehmen verdiente 1,44 Dollar je Aktie.

Die Diversifizierung weg vom reinen Handelsgeschäft zahlt sich aus und reduziert die Abhängigkeit von Krypto-Marktzyklen.

Analysten zerrissen: Zu teuer oder unterschätzt?

Argus Research stufte die Aktie kürzlich von „Kaufen" auf „Halten" herab. Die Begründung: Die Bewertung sei im Vergleich zu traditionellen Börsen zu hoch, die Gewinnschätzungen für 2026 wurden gesenkt. Die Unberechenbarkeit der Krypto-Zyklen mache eine Prämie nicht gerechtfertigt.

Ganz anders sieht es Rothschild & Co Redburn: Das Analysehaus bekräftigte am Freitag seine Kaufempfehlung und senkte das Kursziel nur leicht auf 404 Dollar – von aktuell rund 275 Dollar aus gesehen ein Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent. Goldman Sachs positioniert sich mit einem Kursziel von 314 Dollar neutraler, sieht aber ebenfalls Luft nach oben.

Die Diskrepanz ist offensichtlich: Während die einen vor Überbewertung warnen, sehen andere massives Potenzial. Die Institutionen haben sich mit ihren Kaufprogrammen bereits positioniert – und offenbar auf die zweite Fraktion gewettet.

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