Bitcoin unter 66.000 Dollar, über 500 Millionen Dollar an Liquidationen in 24 Stunden — und mittendrin eine Coinbase-Aktie, die bereits mit einem schwachen Quartalsbericht belastet ist. Der Freitag brachte für das Unternehmen gleich mehrere Belastungsfaktoren auf einmal.

Krypto-Ausverkauf als Auslöser

Der Kursrückgang von gut 7 Prozent heute steht in direktem Zusammenhang mit einem breiten Ausverkauf im Kryptomarkt. Bitcoin ist auf unter 66.000 Dollar gefallen — rund 45 Prozent unter dem Oktober-Allzeithoch von 126.000 Dollar. Die Liquidationswelle traf vor allem Long-Positionen: Von den mehr als 500 Millionen Dollar an zwangsaufgelösten Positionen entfielen 469 Millionen auf diese Seite.

Das Stimmungsbarometer des Marktes, der Crypto Fear & Greed Index, fiel auf 13 — den niedrigsten Stand seit Ende 2025. Auch institutionelle Anleger zogen sich zurück: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 26. März Nettomittelabflüsse von 171 Millionen Dollar, angeführt von BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC. Als Treiber gelten geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie anhaltende Inflationssorgen.

Enttäuschende Q4-Zahlen als Hintergrundrauschen

Die Kursschwäche trifft ein Unternehmen, das ohnehin unter dem Eindruck eines schwachen Schlussquartals steht. Im vierten Quartal 2025 wies Coinbase einen Nettoverlust von 667 Millionen Dollar aus — ein Ergebnis je Aktie von minus 2,49 Dollar, während Analysten ein Plus von 0,55 Dollar erwartet hatten.

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Verantwortlich waren vor allem 718 Millionen Dollar an Abschreibungen auf Krypto-Assets sowie ein Anstieg der operativen Gesamtkosten um 35 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar im Gesamtjahr 2025.

Makrodruck und neue Produkte

Zusätzlich belasten makroökonomische Faktoren den Kurs. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen nähert sich der Marke von 4,5 Prozent — einem Jahreshoch — während der MOVE-Index, der die Volatilität am Anleihenmarkt misst, um 18 Prozent zulegte. Der US-Dollar-Index tendiert in Richtung 100, was für Risikoanlagen wie Kryptowerte historisch kein gutes Zeichen ist.

Neue Produktankündigungen konnten die Stimmung nicht aufhellen. Coinbase Markets startete heute Perpetual Contracts für Katana (KAT), und eine Partnerschaft mit Better Home & Finance soll tokenbesicherte Hypotheken ermöglichen — Kreditnehmer können Bitcoin oder USDC als Sicherheit für Anzahlungen auf Fannie-Mae-Darlehen hinterlegen. Im aktuellen Marktumfeld verpufften beide Meldungen wirkungslos.

Der nächste konkrete Fixpunkt ist der 30. April 2026, wenn Coinbase die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Angesichts des anhaltenden Kryptomarkt-Drucks und der hohen Volatilität — die 30-Tage-Volatilität der Aktie liegt bei annualisierten 78 Prozent — dürften die Erwartungen an diesen Bericht entsprechend gedämpft sein.

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