Die Kryptobörse wagt sich tief in das traditionelle US-Finanzsystem vor. Gemeinsam mit Better Home & Finance ermöglicht das Unternehmen nun Immobilienkredite, bei denen digitale Assets als Anzahlung dienen. Während dieser Vorstoß eine völlig neue Käuferschicht ansprechen soll, bremsen politische Hürden in Washington und ein gesenktes Kursziel der Wall Street die Euphorie.

Bitcoin statt Eigenkapital

Bisher mussten Krypto-Investoren ihre digitalen Bestände oft verkaufen und versteuern, um das Eigenkapital für einen Hauskauf aufzubringen. Das neue Modell ändert diese Dynamik grundlegend. Käufer hinterlegen ihre Kryptowährungen künftig lediglich als Sicherheit für einen separaten Kredit, der die Anzahlung abdeckt. Das von der staatlichen Immobilienagentur Fannie Mae unterstützte Konstrukt bietet einen entscheidenden Vorteil: Es gibt keine Nachschusspflichten. Fällt der Bitcoin-Kurs, bleiben die Kreditbedingungen unverändert und eine Zwangsliquidierung bleibt aus.

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Im Gegenzug fallen die Zinsen um 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte höher aus als bei Standarddarlehen. Die Partner zielen damit gezielt auf jüngere Generationen ab. Bei Millennials und der Gen Z machen digitale Assets oft bereits ein Viertel des Portfolios aus, während klassische Barreserven für Immobilienkäufe fehlen.

Wall Street passt Erwartungen an

Trotz der strategischen Expansion dämpft die Wall Street die kurzfristigen Erwartungen. Goldman Sachs bestätigte zwar die Kaufempfehlung, senkte das Kursziel aber von 270 auf 235 US-Dollar. Die Analysten sehen das Unternehmen dank eines massiv gestiegenen Handelsvolumens von 5,2 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 weiterhin gut positioniert. Dennoch spiegelt die Anpassung das aktuelle Marktumfeld wider. Nach dem jüngsten Rücksetzer schloss das Papier am Donnerstag bei 150,62 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 25 Prozent.

Politisches Tauziehen um Stablecoins

Parallel zur operativen Expansion kämpft die Plattform in Washington an einer empfindlichen Front. Im Zentrum steht der sogenannte CLARITY Act. Ein neuer Kompromissentwurf sieht vor, Krypto-Börsen die Auszahlung von Renditen auf Stablecoin-Guthaben zu verbieten. Traditionelle Banken fürchten andernfalls einen massiven Einlagenabfluss. Für Coinbase steht dabei viel auf dem Spiel. Allein im vergangenen Jahr generierte das Unternehmen rund 1,35 Milliarden US-Dollar Umsatz im Zusammenhang mit Stablecoin-Aktivitäten, primär durch die Partnerschaft mit Circle beim USDC.

Die politische Hängepartie nähert sich nun einer kritischen Phase. Der Bankenausschuss des Senats plant die finale Bearbeitung des Gesetzentwurfs für die zweite Aprilhälfte. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das Gesetz noch vor Anfang Mai den Senat erreichen muss. Gelingt dies nicht, gilt eine Verabschiedung im laufenden Wahljahr 2026 aufgrund des nahenden Wahlkampfs als äußerst unwahrscheinlich.

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