Eine geopolitische Entspannung hat den Kryptomarkt zu Wochenbeginn aufatmen lassen und auch der Handelsplattform Coinbase leichten Auftrieb verliehen. Viel entscheidender für die langfristige Ausrichtung des Unternehmens ist jedoch ein strategischer Schritt aus der vergangenen Woche. Mit der Einführung von Endlos-Terminkontrakten auf große Tech-Werte greift der Krypto-Spezialist nun klassische Broker direkt an.

Entspannung im Nahen Osten

Auslöser für die jüngste Aufwärtsbewegung war die Ankündigung von US-Präsident Trump, die Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Diese Deeskalation linderte die Sorgen vor einer Stagflation und sorgte für eine breite Erholung bei Risikoanlagen. Bitcoin reagierte am Montagmorgen mit einem Sprung über die Marke von 70.500 US-Dollar.

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Als stark mit dem Kryptomarkt korrelierender Technologiewert profitierte Coinbase von diesem Umfeld und verzeichnete am Montag ein Plus von rund zwei Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 173,00 Euro und konsolidiert damit die Kursgewinne des letzten Monats.

Handel mit Tech-Giganten rund um die Uhr

Abseits der tagesaktuellen Schwankungen treibt das Management die Erweiterung des Geschäftsmodells voran. Seit dem 20. März bietet die Plattform berechtigten internationalen Nutzern über Coinbase Advanced sogenannte Perpetual Futures auf Einzelaktien an. Das Angebot umfasst die "Magnificent 7" – darunter Apple, Microsoft und Nvidia – sowie börsengehandelte Fonds auf den S&P 500 und den Nasdaq 100.

Die neuen Kontrakte weisen spezifische Merkmale auf:
* Handel an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr
* Abwicklung ausschließlich in der Kryptowährung USDC
* Hebelwirkung bis zum Zehnfachen bei Einzelaktien und Zwanzigfachen bei ETFs

Durch die Nutzung derselben Risiko-Engine wie bei den hauseigenen Krypto-Derivaten ermöglicht das Unternehmen ein übergreifendes Margining. Händler können ihre Sicherheiten somit effizienter über verschiedene Anlageklassen hinweg verwalten.

Regulatorische Hürden im Blick

Mit diesem Vorstoß verwischt die Grenze zwischen reinen Krypto-Börsen und traditionellen Brokern wie Robinhood oder Interactive Brokers zunehmend. Die finanzielle Bedeutung der zugrundeliegenden Infrastruktur ist beträchtlich: Im Jahr 2025 erwirtschaftete Coinbase 1,35 Milliarden US-Dollar mit seinem Stablecoin-Geschäft, was diesen Bereich zur zweitgrößten Einnahmequelle macht.

Die Expansion erfolgt schrittweise. Während der Service derzeit über Coinbase Bermuda läuft, treibt das Unternehmen die europäische Ausweitung unter einer MiFID-II-Lizenz voran, die durch die Übernahme von Bux gesichert wurde. Gleichzeitig beobachten die Aufsichtsbehörden die Entwicklung genau. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA wies bereits im Februar 2026 darauf hin, dass viele Endlos-Terminkontrakte unter bestehende Regeln für Differenzkontrakte fallen könnten, was strenge Hebelbeschränkungen nach sich ziehen würde.

In den Vereinigten Staaten bleibt das regulatorische Umfeld derweil in Bewegung. Ende April wird der Bankenausschuss des US-Senats nach der Osterpause den überarbeiteten Entwurf des CLARITY Acts prüfen. Der Ausgang dieser Beratungen sowie die anschließende Abstimmung im Senat werden maßgeblich mitbestimmen, wie schnell Coinbase seine Derivate-Strategie im Heimatmarkt umsetzen kann.

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