Circus SE Aktie: Die Milliarden-Lücke
Ein operativer Verlust von 15 Millionen Euro bei winzigen 250.000 Euro Umsatz im Jahr 2025 zeichnet ein düsteres Bild. Gleichzeitig beziffert der Kochroboter-Hersteller sein theoretisches Auftragsvolumen auf gigantische 1,6 Milliarden Euro. Diese extreme Diskrepanz spiegelt sich im Kursverlauf wider. Mit aktuell 5,58 Euro hat der Titel seit Jahresbeginn über 53 Prozent an Wert verloren und notiert nur knapp über dem gestern markierten 52-Wochen-Tief.
Finanzierung als Nadelöhr
Um aus der 8.000 Einheiten umfassenden Pipeline echte Umsätze zu generieren, baut das Management die Finanzierungsstrukturen um. Ein zentraler Hebel ist die neue Partnerschaft mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter. Gastronomiebetriebe sollen den KI-Roboter CA-1 künftig leasen können, was die hohen anfänglichen Investitionskosten eliminiert und die Einstiegshürde massiv senkt.
Parallel dazu spült die neu aufgelegte Mini-Anleihe "Circus Robotics I" rund 1,67 Millionen Euro in die Kasse. Diese Mittel fließen zweckgebunden in die Produktion neuer Roboter, die anschließend über Sale-and-Leaseback-Verfahren refinanziert werden. Das schont die eigene Liquidität beim teuren Übergang in die industrielle Serienfertigung.
Zivilmarkt und Militär-Aufträge
Die Produktionskapazitäten für vierstellige Stückzahlen stehen durch den Auftragsfertiger Celestica bereits bereit. Nun müssen die Pilotprojekte greifen. Neben zivilen Einsätzen bei REWE in Düsseldorf und einer geplanten Sommer-Installation bei Mercedes-Benz in Sindelfingen rückt der Rüstungssektor in den Mittelpunkt.
Die sogenannte Dual-Use-Strategie bringt erste konkrete Ergebnisse. Die Bundeswehr testet die autonomen Kochsysteme für die Truppenverpflegung. Zudem existiert ein Lieferabkommen über bis zu 25 Einheiten für die ukrainischen Streitkräfte. Um parallel die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Investorenkreise zu erschließen, etablierte das Unternehmen kürzlich ein ADR-Programm für den US-Handel.
Die ehrgeizige Prognose für 2026 sieht Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro vor. Auf dem morgigen Investorentag in München muss die Führungsebene detailliert vorrechnen, wie schnell sich die unverbindlichen Vorbestellungen tatsächlich in feste Leasing- oder Kaufverträge umwandeln lassen.
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