Ein Gesetzesentwurf aus Washington hat die Coinbase-Aktie gestern unter erheblichen Druck gesetzt. Der sogenannte CLARITY Act, der von den Senatoren Alsobrooks und Tillis vorangetrieben wird, soll Plattformen verbieten, Erträge auf passive Stablecoin-Guthaben anzubieten — und trifft damit ein Segment, das für rund 20 Prozent der Coinbase-Gesamteinnahmen steht.

Was der CLARITY Act konkret bedeutet

Der Entwurf richtet sich gegen Produkte, die wirtschaftlich oder funktional Zinszahlungen gleichkommen. Coinbase bietet derzeit eine Rendite von 3,5 Prozent auf USDC-Guthaben an, Wettbewerber wie Kraken und Binance sogar zwischen 5 und 5,63 Prozent. Hinter der Initiative steht intensives Lobbying traditioneller Banken, die solche Produkte als unregulierten Wettbewerb zu klassischen Einlagenkonten betrachten.

Besonders hart traf die Nachricht Circle, den Herausgeber des USDC-Stablecoins: Die Circle-Aktie verlor rund 19 bis 20 Prozent und schloss bei etwa 101 Dollar. Die enge Verflechtung beider Unternehmen macht Circle-Kursbewegungen zu einem direkten Indikator für die Stimmung rund um Coinbase.

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Marktreaktion und Analystenstimmen

Coinbase verlor gestern rund elf Prozent und büßte damit mehrere Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung ein — von 53,3 auf etwa 47,7 Milliarden Dollar. Auch andere kryptonahe Titel gerieten unter Druck: Robinhood fiel im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent.

Einige Analysten halten die Reaktion für übertrieben. Experten von Clear Street und Mizuho weisen darauf hin, dass ein Verbot von Yield-Produkten Coinbase kurzfristig sogar entlasten könnte — durch geringere Zinsaufwendungen. Citi-Analyst Peter Christiansen bekräftigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 400 Dollar. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt aktuell bei 266,15 Dollar; Argus stuft die Aktie mit „Hold" ein und verweist auf gefallene Kryptopreise sowie verfehlte Gewinnschätzungen.

Tether nutzte die Unsicherheit für einen eigenen Schachzug: Der USDT-Herausgeber kündigte an, eine Prüfung durch eine der großen vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu beauftragen — ein Signal, das als Versuch gewertet werden kann, Marktanteile zu sichern, während der USDC-Bereich regulatorisch unter Beschuss steht.

Wie weit der CLARITY Act tatsächlich kommt und ob Ausnahmen für aktive Nutzerprogramme in den finalen Text einfließen, wird die entscheidende Variable für Coinbase in den kommenden Wochen sein.

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