Coinbase Aktie: Blockade
Coinbase hat seine Unterstützung für das geplante Krypto-Gesetz zurückgezogen – und damit einen politischen Konflikt in Washington ausgelöst. Der Grund: Die aktuelle Fassung würde dem Unternehmen Erträge in Milliardenhöhe kosten. Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit.
Stablecoin-Geschäft unter Beschuss
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der "Digital Asset Market Clarity Act", kurz CLARITY Act. Das Management hat erkannt, dass der Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form die Rendite auf Stablecoins faktisch verbieten würde. Aktuell erzielt Coinbase mit USDC-Rewards rund 3,5 Prozent Zinsen – ein lukratives Geschäft, das etwa eine Milliarde Dollar Jahresumsatz einbringt.
Die Folgen des Entwurfs gehen noch weiter: Tokenisierte Aktien wären praktisch verboten, DeFi würde stark eingeschränkt. Nach dem Rückzug von Coinbase hat der US-Senatsausschuss die geplante Ausarbeitung des Gesetzes bereits vertagt.
Druck aus dem Weißen Haus
Berichte vom Wochenende legten nahe, dass auch das Weiße Haus seine Unterstützung für das Gesetz zurückziehen könnte. CEO Brian Armstrong widersprach dem jedoch und dementierte angebliche "Verärgerung" der Regierung. Stattdessen dränge die Administration darauf, dass Coinbase direkt mit großen Banken verhandelt.
Der politische Druck steigt: Die Regierung fordert einen Kompromiss zwischen den Interessen der Banken und der Krypto-Branche. Coinbase weigert sich jedoch, ein "schlechtes Geschäft" zu akzeptieren, das sein margenstarkes Stablecoin-Geschäft gefährden würde. Für Aktionäre bedeutet diese Pattsituation unmittelbare Unsicherheit – regulatorische Klarheit galt bisher als zentrale Investmentthese für 2026.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der politischen Gegenwinds halten institutionelle Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest. Rothschild & Co Redburn senkte am 17. Januar 2026 das Kursziel minimal von 404 auf 403 Dollar, bekräftigte aber die Kaufempfehlung. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 67 Prozent zum aktuellen Niveau.
Die leichte Anpassung reflektiert eher eine Kalibrierung der Erwartungen als eine fundamentale Herabstufung. Die Zahlen aus dem dritten Quartal 2025 stützen diese Einschätzung: Mit 1,9 Milliarden Dollar Umsatz übertraf Coinbase die Erwartungen.
Fundamentale Stärke trifft auf regulatorisches Risiko
Unabhängig vom Gesetzesstreit verfolgt Coinbase seine "Everything Exchange"-Strategie für 2026 weiter. Das Ziel: Expansion in traditionelle Aktien, Rohstoffe und Prognosemärkte. Das Segment "Subscription and Services" erwirtschaftete im dritten Quartal 2025 bereits 747 Millionen Dollar – rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes. Diese Erlöse stammen primär aus dem Kerngeschäft mit Stablecoin-Rewards und Staking.
Insider haben in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von etwa 240,7 Millionen Dollar verkauft. Die Quartalszahlen für Q4 2025 werden am 12. Februar 2026 erwartet. Bis der Konflikt um den CLARITY Act gelöst ist, dürfte die Aktie volatil bleiben – die kurzfristige Kursentwicklung hängt maßgeblich von den Nachrichten aus Washington ab.
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