Eskalierende Konflikte im Nahen Osten und explodierende Ölpreise schickten den US-Leitindex am Dienstag auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Was als panikartiger Ausverkauf mit über 1.200 Punkten Verlust begann, endete in einer überraschenden Aufholjagd. Doch ist die Gefahr für die Märkte damit wirklich gebannt?

Schock am Morgen

Der Handelsauftakt glich einem Schockzustand. Ausgelöst durch direkte Bedrohungen der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus schossen die Ölpreise über die Marke von 80 US-Dollar. Die Folge: Inflationsängste flammten sofort wieder auf und institutionelle Anleger warfen Aktien auf den Markt, um Risiken zu minimieren. In der Spitze rauschte der Dow Jones um atemberaubende 1.278 Punkte auf ein Tagestief von 47.626 Zählern ab. Der Volatilitätsindex VIX sprang zeitweise um 23 Prozent nach oben – ein klares Signal für akuten Stress im System.

Doch der Absturz rief im Tagesverlauf Schnäppchenjäger auf den Plan. Aggressive Käufe bei den Standardwerten sorgten für eine Stabilisierung am Nachmittag. Bis zum Handelsschluss um 16:00 Uhr EST konnte der Index mehr als die Hälfte seiner Verluste wettmachen und schloss "nur" 0,83 Prozent tiefer bei 48.501,28 Punkten. Dennoch bleibt die Marktbreite schwach: Auf eine steigende Aktie kamen an der New York Stock Exchange rechnerisch etwa vier Verlierer.

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Flucht in Sicherheit

Inmitten der Turbulenzen suchten Investoren Schutz in defensiven Tech-Werten und stabilen Cashflows. IBM führte die Gewinnerliste mit einem Plus von 2,47 Prozent an, gefolgt von Verizon (+1,78 %) und Microsoft (+1,35 %). Das Kapital rotierte offensichtlich aus zyklischen Sektoren in Bereiche, die als widerstandsfähiger gegen geopolitische Krisen gelten.

Ganz anders das Bild bei der Industrie: Der Baumaschinenhersteller Caterpillar litt massiv unter den Konjunktursorgen und verlor als schwächster Wert im Index 4,01 Prozent. Auch Boeing (-2,45 %) und Nike (-2,66 %) gerieten unter die Räder, da steigende Energiekosten und globale Nachfragesorgen die Margen bedrohen. Auch defensive Klassiker wie Procter & Gamble konnten sich dem anfänglichen Abverkaufsdruck nicht entziehen.

Technische Warnsignale

Trotz der Erholung hinterlässt der Tag deutliche technische Narben. Der Index rutschte unter die wichtige 50-Tage-Linie bei 49.110 Punkten, die nun als Widerstand fungiert. Positiv ist lediglich, dass die Unterstützungszone um 47.600 Punkte dem massiven Verkaufsdruck standhielt. Belastend wirkte zudem der Rentenmarkt: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen kletterte kurzzeitig über 4,10 Prozent, was die Bewertungen von Risiko-Assets zusätzlich komprimierte.

Für den heutigen Mittwoch richten sich alle Blicke auf die Entwicklung am Ölmarkt. Sollten sich die geopolitischen Nachrichten verschärfen, dürfte die Volatilität extrem hoch bleiben. Marktteilnehmer müssen nun beobachten, ob der Dow Jones die Marke von 48.000 Punkten verteidigen kann. Ein Scheitern an dieser Bastion würde das gestrige Tagestief erneut in den Fokus rücken und könnte weitere Absicherungsgeschäfte der großen Fonds auslösen.

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