Coinbase Aktie: Alles auf einmal
Aktien, Derivate, Offshore-Volumen, Stablecoins — Coinbase verfolgt eine Strategie, die das Unternehmen in eine Art Finanz-Superplattform verwandeln soll. Mitte März 2026 verdichten sich die Hinweise, dass dieser Kurs konsequent weiterverfolgt wird. Laut einem Bericht des Krypto-Journalisten Wu Blockchain vom 14. März soll Coinbase Gespräche mit der Offshore-Börse Bybit über eine Minderheitsbeteiligung führen.
Bybit als Tor zu den Offshore-Märkten
Die strategische Logik hinter den gemeldeten Verhandlungen ist klar. Bybit sucht einen regulierten Zugang zum US-Markt. Coinbase besitzt genau das: Bundeslizenzen, regulatorische Infrastruktur und die institutionelle Glaubwürdigkeit eines börsennotierten Unternehmens. Eine Minderheitsbeteiligung würde Bybit einen Einstieg in den US-Markt ermöglichen, ohne eine vollständige Übernahme zu erfordern. Coinbase wiederum würde Zugang zu einem Offshore-Derivatemarkt gewinnen, in dem das Unternehmen bislang kaum präsent ist.
Sollte der Deal zustande kommen, würde Bybit mit rund 25 Milliarden Dollar bewertet — ähnlich der Bewertung, die OKX erhielt, als die New-York-Stock-Exchange-Muttergesellschaft Intercontinental Exchange Anfang des Jahres dort einstieg. Bestätigt sind die Gespräche bislang nicht, ein Zeitplan wurde nicht kommuniziert.
Der mögliche Bybit-Deal wäre nicht der erste Schritt in Richtung Derivate. 2025 übernahm Coinbase die weltgrößte Krypto-Optionsbörse Deribit für 2,9 Milliarden Dollar. Eine Beteiligung an Bybit würde dieses Fundament um erhebliches Offshore-Volumen erweitern.
Aktien, Stablecoins, tokenisierte Wertpapiere
Am 24. Februar 2026 startete Coinbase den Handel mit US-Aktien und ETFs für alle US-Nutzer — ohne Kommissionen, 24 Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche. Über 8.000 Wertpapiere sind verfügbar, Käufe sind ab einem Dollar möglich, finanzierbar in US-Dollar oder dem USDC-Stablecoin. Die Abwicklung läuft über Apex Fintech Solutions, Yahoo Finance integriert Echtzeit-Daten von Coinbase in seine Marktseiten.
Mit diesem Schritt tritt Coinbase in direkten Wettbewerb mit Robinhood, das seinerseits sein Krypto-Angebot ausgebaut hat. CEO Brian Armstrong hat jedoch eine noch weitreichendere Vision skizziert: tokenisierte Aktien, die auf Blockchain-Netzwerken laufen und rund um die Uhr handelbar wären — mit sofortiger Abwicklung und deutlich niedrigeren Kosten als im traditionellen Börsensystem.
Auf regulatorischer Seite hat sich das Umfeld verbessert. Die SEC stellte ihr Enforcement-Verfahren gegen Coinbase Anfang 2025 ein. Der Kongress verabschiedete den GENIUS Act, der erstmals einen bundesweiten Rahmen für Stablecoins schafft. USDC, der von Coinbase mitentwickelte Stablecoin, kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 76 Milliarden Dollar.
Kursverlauf zwischen Rally und Makrodruck
Das vierte Quartal 2025 verlief schwierig: Coinbase meldete einen GAAP-Verlust von mehr als 600 Millionen Dollar, Transaktionserlöse und Abonnementeinnahmen sanken gegenüber dem Vorquartal. Der Jahresumsatz 2025 lag mit rund 6,9 bis 7,2 Milliarden Dollar zwar leicht über dem Vorjahreswert von 6,6 Milliarden Dollar — der Quartalsverlust belastete die Stimmung dennoch.
Anfang März sprang die Aktie an einem einzigen Tag um mehr als 15 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass US-Präsident Trump CEO Armstrong privat getroffen und die Position des Unternehmens in einem Gesetzgebungsstreit mit Banken öffentlich unterstützt hatte. Seitdem hat die Aktie einen Teil dieser Gewinne wieder abgegeben. Steigende Ölpreise über 100 Dollar je Barrel haben Inflationssorgen neu entfacht und eine breitere Risikoaversion ausgelöst, die Technologie- und Wachstumswerte — darunter Coinbase — unter Druck gesetzt hat. Mit einem aktuellen Kurs von rund 177 Euro notiert die Aktie noch immer weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Ob die Plattformdiversifizierung — von Aktien über Derivate bis hin zu Stablecoin-Infrastruktur — die Abhängigkeit vom Krypto-Handelszyklus mittelfristig tatsächlich reduziert, wird sich spätestens mit den Q1-2026-Zahlen zeigen.
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