Coinbase kämpft dieser Tage an mehreren Fronten gleichzeitig. Schwache Quartalszahlen, institutionelle Umschichtungen und ein turbulentes Marktumfeld belasten die Aktie — und nun kommt noch eine Lobbying-Kontroverse hinzu.

Vorwürfe aus Washington

Im Mittelpunkt steht eine Auseinandersetzung um Steuerpolitik: Berichte hatten nahegelegt, Coinbase setze sich in Washington dafür ein, eine geplante Steuerbefreiung für kleine Bitcoin-Transaktionen zu blockieren — zugunsten einer Regelung, die ausschließlich Stablecoins wie USDC begünstigen würde. CEO Brian Armstrong und Policy-Chefin Kara Calvert wiesen diese Darstellung entschieden zurück und bezeichneten sie als „völlig falsch" und „Fehlinformation". Das Unternehmen betone, seit 2017 eine sogenannte „De-minimis"-Ausnahme für alle digitalen Assets zu unterstützen, um Kryptowährungen als Zahlungsmittel alltagstauglich zu machen. Hintergrund: Nach geltendem US-Recht gilt jede Kryptotransaktion als steuerpflichtiges Ereignis — der CLARITY Act soll hier mit einer Freigrenze von 300 Dollar Abhilfe schaffen.

Institutionelle Signale

Parallel dazu zeigen aktuelle Meldepflicht-Daten ein geteiltes Bild bei institutionellen Investoren. Schroder Investment Management reduzierte seine Position um 10,3 Prozent auf rund 119.800 Aktien. Vanguard hingegen baute seinen Anteil um 8,3 Prozent auf 26,2 Millionen Aktien aus, und Norwegens Staatsfonds Norges Bank eröffnete eine neue Position im Wert von rund 1,04 Milliarden Dollar.

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Diese Bewegungen folgen auf ein enttäuschendes viertes Quartal: Der Gewinn je Aktie lag mit 0,66 Dollar deutlich unter den erwarteten 1,05 Dollar. Der Umsatz von 1,78 Milliarden Dollar bedeutete einen Rückgang von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten vergeben im Schnitt ein „Hold"-Rating mit einem Kursziel von rund 270 Dollar — der aktuelle Kurs von etwa 167 Euro liegt weit darunter.

Breiter Gegenwind

Das Marktumfeld verschärft die Lage zusätzlich. Der Nasdaq verlor heute 1,8 Prozent, der Dow Jones rund 1,6 Prozent — ausgelöst unter anderem durch einen sprunghaften Anstieg des Ölpreises: Brent-Rohöl überschritt die Marke von 100 Dollar je Barrel, nachdem die Internationale Energiebehörde vor der größten Angebotsunterbrechung der Geschichte gewarnt hatte.

Hinzu kommt regulatorischer Druck aus Europa: Seit 2026 müssen Krypto-Dienstleister in Deutschland und der EU im Rahmen der DAC8-Richtlinie Nutzer- und Transaktionsdaten an die Steuerbehörden melden. Bloomberg-Stratege Mike McGlone warnte zudem, Bitcoin könnte bei anhaltender Liquiditätsverknappung auf bis zu 10.000 Dollar fallen — eine Einschätzung, die den Sektor insgesamt belastet, auch wenn der CoinDesk-20-Index zuletzt leichte Erholungszeichen zeigte.

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