Coinbase-Chef Brian Armstrong hat sich öffentlich hinter Donald Trumps Kurs gestellt, die USA zur globalen Drehscheibe für digitale Assets zu machen. Gleichzeitig zeigt die Realität in Washington, wie steinig dieser Weg noch ist.

Blockade in Washington

Armstrong nutzte die Plattform X, um Trump für seine Bemühungen zu danken – und betonte dabei die strategische Dimension: Der Aufbau heimischer Finanzdienstleistungen sei entscheidend im wirtschaftlichen Wettbewerb mit China. Doch genau in diesem Moment gerät die Gesetzgebungsagenda ins Stocken.

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Trump warf US-Banken vor, den GENIUS Act von 2025 – das Rahmenwerk für Stablecoins – gezielt zu untergraben. Beim CLARITY Act, der Klarheit für den breiteren Kryptomarkt schaffen soll, soll die Bankenlobby ebenfalls bremsen. Berichten zufolge lehnten große US-Banken am 11. März einen Kompromissvorschlag des Weißen Hauses zum CLARITY Act ab. Damit steht die Verabschiedung des Gesetzes in der laufenden Legislaturperiode auf der Kippe.

Europa als Wachstumsfeld

Während die Fronten in Washington verhärtet sind, macht Coinbase in Europa Fortschritte. Am 9. März startete das Unternehmen regulierten Futures-Handel in 26 europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Der Dienst läuft über eine MiFID-registrierte EU-Einheit und richtet sich an Retail- wie institutionelle Kunden.

Das Angebot umfasst Bitcoin- und Ethereum-Futures sowie einen „Mag7 plus Crypto Equity Index". Über die Coinbase Advanced-Plattform sind Hebel von bis zu 10x für die wichtigsten Kryptowährungen möglich, bei anderen Produkten liegt das Limit bei 4x bis 5x. Die Handelsgebühren beginnen bei 0,02 Prozent.

Institutionelle Signale und Analystensicht

Auf der Blockchain-Ebene sorgte eine Transaktion für Aufmerksamkeit: Eine neu erstellte Wallet-Adresse zog am 11. März rund 2.000 Bitcoin im Wert von etwa 140 Millionen US-Dollar von einer institutionellen Coinbase-Adresse ab. Solche großvolumigen Abzüge in private Verwahrung werden von Analysten häufig als Hinweis auf langfristige Halteabsichten gewertet.

Rückenwind kommt auch vom ETF-Markt: US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten heute Nettozuflüsse von rund 251 Millionen US-Dollar, davon allein 186 Millionen über BlackRocks IBIT.

Auf der Ergebnisseite bleibt das Bild gemischt. Im vierten Quartal 2025 erzielte Coinbase einen Umsatz von 1,78 Milliarden US-Dollar, verbuchte aber gleichzeitig einen GAAP-Nettoverlust von rund 667 Millionen US-Dollar. Cantor Fitzgerald bestätigte am 6. März sein „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 221 US-Dollar – und verwies damit auf Potenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Ob der Durchbruch bei der US-Gesetzgebung noch in diesem Jahr gelingt, dürfte maßgeblich bestimmen, wie stark Coinbase von der politischen Krypto-Agenda tatsächlich profitiert. Der Ausgang der CLARITY-Act-Verhandlungen wird dabei zum entscheidenden Gradmesser.

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