Der KI-Infrastrukturanbieter Nebius Group sichert sich die Unterstützung des wichtigsten Players der Branche. Mit einem milliardenschweren Einstieg von Nvidia im Rücken katapultiert sich das Unternehmen in eine neue Liga der Rechenzentrumsbetreiber. Während die Konkurrenz um knappe Hardware kämpft, sichert der Deal nicht nur frisches Kapital, sondern auch den exklusiven Frühzugang zu künftigen Chip-Generationen.

Strategische Allianz und US-Expansion

Die Marktreaktion auf die Ankündigung von vergangener Woche war eindeutig: Ein Kurssprung von 16 Prozent begleitete die Nachricht, dass Nvidia zwei Milliarden US-Dollar in Nebius investiert. Die Partnerschaft geht weit über eine reine Finanzspritze hinaus. Beide Unternehmen wollen gemeinsam KI-Fabriken der nächsten Generation entwickeln. Nebius erhält dadurch frühzeitigen Zugriff auf Nvidias kommende Rubin-Plattform und Vera-Prozessoren, was die eigenen Betriebskosten für komplexe KI-Modelle deutlich senken dürfte.

Parallel dazu treibt der Cloud-Anbieter seine physische Präsenz in den USA massiv voran. In Missouri genehmigten die Behörden kürzlich den Bau eines riesigen Campus für KI-Rechenzentren mit einer potenziellen Kapazität von 1,2 Gigawatt. Um dieses nordamerikanische Wachstum zu steuern, übernahm Dan Lawrence Anfang letzter Woche die Leitung des US-Geschäfts. Allein das Projekt in Missouri könnte die für Ende 2026 geplante Gesamtkapazität des Unternehmens verdoppeln.

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Explosives Wachstum trifft auf hohe Investitionen

Die fundamentale Entwicklung untermauert die aggressiven Expansionspläne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 vervielfachte Nebius seinen Umsatz um 479 Prozent auf knapp 530 Millionen US-Dollar und schaffte mit einem Nettogewinn von 29 Millionen US-Dollar den operativen Turnaround. Auch strategisch baut das Unternehmen sein Angebot aus: Die vereinbarte Übernahme des Startups Tavily soll die Cloud-Plattform um KI-gestützte Suchfunktionen in Echtzeit erweitern.

Um die enormen Auftragsbestände von über 20 Milliarden US-Dollar abzuarbeiten, plant das Management für das laufende Jahr 2026 gewaltige Investitionsschritte:

  • Ausbau der aktiven Rechenzentrumskapazität auf bis zu 1 Gigawatt
  • Erhöhung der vertraglich gesicherten Kapazität auf 3 Gigawatt
  • Geplante Investitionssumme zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar
  • Auslieferung der neuen Nvidia Vera Rubin NVL72 Systeme ab dem zweiten Halbjahr

Die Herausforderung der Skalierung

Marktbeobachter werten den Nvidia-Deal als entscheidenden Beschleuniger, um den gigantischen Auftragsstau schneller in zählbare Umsätze zu verwandeln. Die anvisierte jährliche Umsatzrate soll von 1,25 Milliarden US-Dollar Ende 2025 auf sieben bis neun Milliarden US-Dollar bis Ende 2026 ansteigen.

Die Umsetzung dieser Ziele erfordert eine fehlerfreie operative Leistung. Neben der anhaltenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur muss Nebius in den kommenden Monaten vor allem die physische Beschaffung der Hardware sichern und den massiven Kapitalbedarf für den Ausbau stemmen, ohne die wachsende Schuldenlast in einen Liquiditätsengpass ausufern zu lassen.

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