Circus SE Aktie: Beweispflicht in München
Der Münchener Börsentag am heutigen Samstag wird zum Stresstest für die Circus SE. Das Hamburger KI-Robotik-Unternehmen präsentiert in der Motorworld seine Strategie — und das vor dem Hintergrund eines Kursrückgangs von mehr als 50 Prozent seit Jahresbeginn.
Die Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2025 zeigen, wie groß der Abstand zwischen Potenzial und Realität noch ist: einem Umsatz von gerade einmal 0,25 Millionen Euro stand ein operativer Verlust von rund 15 Millionen Euro gegenüber. Auf der anderen Seite steht eine Pipeline von über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von 1,6 Milliarden Euro. Was Anleger heute sehen wollen, ist der Weg dazwischen.
Von der Pilotphase zur Serienauslieferung
Ein konkreter Schritt in diese Richtung ist die Partnerschaft mit der Mercedes-Benz Gastronomie GmbH. Ab Sommer 2026 soll der Kochroboter CA-1 im Werk Sindelfingen eingesetzt werden — auf sieben Quadratmetern Grundfläche, mit einer Kapazität von bis zu 500 Mahlzeiten pro Ladung. Das ist kein Pilotprojekt mehr, sondern ein erster echter Skalierungsnachweis.
Um die Einstiegshürde für weitere Kunden zu senken, setzt Circus auf Leasing statt Kauf. Über die Anleihe „Circus Robotics I" wird ein assetbasiertes Finanzierungsmodell refinanziert, das Gastronomiebetriebe und Industriekunden ohne hohe Vorabinvestitionen an die Technologie heranführen soll. Das Ziel dahinter: planbare, wiederkehrende Erlöse aus Software und Service.
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Kursziele weit über dem aktuellen Niveau
Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro — bei einem noch negativen EBITDA zwischen 6 und 8 Millionen Euro. Langfristig peilt Circus bis 2028 eine Milliarde Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von 30 bis 35 Prozent an.
Analysten sehen deutlich mehr Wert als der Markt derzeit einpreist: mwb research nennt ein Kursziel von 46 Euro, die Baader Bank einen fairen Wert von 19 Euro — beide weit entfernt vom aktuellen Kurs von 5,58 Euro. CEO Nikolas Bullwinkel und Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins haben in den ersten Monaten des Jahres 2026 selbst Aktien gekauft, was Marktbeobachter als Vertrauenssignal werten.
Der Münchener Auftritt muss nun zeigen, ob die Serienfertigung tatsächlich anläuft — oder ob die Milliarden-Pipeline weiterhin nur auf dem Papier existiert.
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