Kurz vor dem wichtigen Kapitalmarkttag am 28. März klafft beim Hamburger KI-Robotik-Unternehmen eine gewaltige Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Einem minimalen Vorjahresumsatz steht eine ambitionierte Prognose im zweistelligen Millionenbereich für das laufende Jahr gegenüber. Anleger fordern nun handfeste Belege für die Kommerzialisierung der Technologie statt weiterer Absichtserklärungen.

Von Pilotprojekten zu festen Verträgen

Das fundamentale Spannungsfeld des Unternehmens zeigt sich deutlich in der jüngsten Geschäftsentwicklung. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Circus lediglich 0,25 Millionen Euro, verbuchte dabei aber einen Betriebsverlust von knapp 15 Millionen Euro. Für das laufende Jahr stellt das Management trotzdem Erlöse von 44 bis 55 Millionen Euro in Aussicht.

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Operativ laufen zwar vielversprechende Initiativen an: Die Tochtergesellschaft Circus Defence testet autonome Kochroboter bei der Bundeswehr, während im zivilen Bereich Pilotphasen mit REWE und bald auch in einer Mercedes-Benz-Kantine starten. Die Produktionskapazitäten beim Fertiger Celestica sind bereits auf vierstellige Stückzahlen ausgelegt. Allerdings basieren diese Projekte bislang fast ausschließlich auf Testläufen. Der entscheidende Schritt zu verbindlichen Lieferverträgen fehlt noch.

Sale-and-Leaseback als Überbrückung

Um die operative Entwicklung bei einer geringen Eigenkapitalquote finanziell abzusichern, wählt das Management einen unkonventionellen Weg. Gemeinsam mit der Finexity AG wurde die Anleihe „Circus Robotics I“ mit einem Volumen von 1,67 Millionen Euro aufgelegt. Über eine Zweckgesellschaft werden Robotiksysteme erworben und im Sale-and-Leaseback-Verfahren zurückgemietet. Feste monatliche Leasingraten sollen dabei stabile Cashflows generieren und die Anleihe bedienen.

Der Kapitalmarkt bewertet diese strategischen Schritte bisher äußerst skeptisch. Die Aktie markierte am Dienstag bei 5,96 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und hat damit auf Jahressicht über 64 Prozent an Wert verloren. Selbst Insiderkäufe von Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins konnten den anhaltenden Abwärtstrend zuletzt nicht stoppen.

Auf dem Investorentag in München muss das Management nun zwingend den kommerziellen Durchbruch belegen. Präsentiert die Führungsetage konkrete Nachweise dafür, dass Partner wie REWE aus den Pilotphasen in verbindliche Kaufverträge übergehen, erhält die ehrgeizige Umsatzprognose erstmals ein solides Fundament. Gelingt dieser Brückenschlag zur Profitabilität nicht, dürfte der Verkaufsdruck auf das Papier auf dem aktuellen Rekordtief weiter anhalten.

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