Die US-Handelsbehörde FTC nimmt große Zahlungsdienstleister wegen politisch motivierter Kontosperrungen ins Visier. Für PayPal kommt diese behördliche Warnung zur Unzeit. Neben dem wachsenden regulatorischen Druck belasten enttäuschende Quartalszahlen und schwindendes Vertrauen institutioneller Investoren das Papier.

Das Problem mit dem "Debanking"

Ende März verschickte die FTC formelle Mahnschreiben an die Führungsspitzen von PayPal, Visa, Mastercard und Stripe. Im Zentrum steht das sogenannte "Debanking" – die Kündigung von Dienstleistungen aufgrund politischer oder religiöser Überzeugungen der Kunden. Die Behörde stützt sich dabei auf eine Verordnung aus dem Jahr 2025, die Diskriminierung bei Finanzdienstleistungen unterbinden soll.

Kontoschließungen bei legalen Unternehmen oder politischen Organisationen könnten nun rasch offizielle Ermittlungen nach sich ziehen. Analysten befürchten, dass der Zwang zu einer breiteren Kundenakzeptanz die Zahlungsabwickler in riskantere Geschäftsbereiche drängt. Dies dürfte die operativen Kosten für Compliance und Betrugserkennung spürbar in die Höhe treiben.

Schwache Zahlen treffen auf Skepsis

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Die regulatorische Strenge trifft auf ein ohnehin angeschlagenes Fundament. Bereits die jüngsten Quartalsergebnisse verfehlten mit einem Gewinn je Aktie von 1,23 US-Dollar die Markterwartungen. Auch der Umsatz blieb mit 8,68 Milliarden US-Dollar hinter den Prognosen zurück. Diese operative Schwäche spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider: Am Freitag gab das Papier um weitere 3,85 Prozent nach und schloss bei 37,76 Euro. Auf Jahressicht summiert sich der Verlust damit auf über 40 Prozent.

Großinvestoren reagieren entsprechend auf die anhaltenden Herausforderungen. So reduzierte die Investmentgesellschaft Amiral Gestion ihre Position im vierten Quartal um fast 44 Prozent. Dennoch sticht die aktuelle Bewertung im Branchenvergleich deutlich hervor:

  • PayPal KGV: 8,3
  • Branchendurchschnitt: 17,5
  • Visa KGV: 22,3
  • Mastercard KGV: 24,9

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Markt weiterhin mit einem Gewinn von 5,34 US-Dollar je Aktie. Hoffnungsträger bleiben dabei die Expansion des eigenen Stablecoins PYUSD sowie die Tochter Venmo, deren Umsatz 2025 um 20 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar kletterte. Angesichts der Kombination aus schwachen Prognosen und verschärfter Aufsicht belassen Analysten ihre Einstufung mehrheitlich auf "Halten" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 58,43 US-Dollar.

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