Ein Insiderkauf ist oft ein kleines, aber aussagekräftiges Signal: Jemand aus der Führung greift zum eigenen Geld und kauft Aktien am Markt. Genau das ist bei Circus passiert – und zwar auf einem Kursniveau, das deutlich unter der Kapitalerhöhung vom Dezember liegt. Was lässt sich aus dem Timing und dem Preis ableiten?

Aufsichtsratschef kauft über Xetra

Laut Pflichtmitteilung hat der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jan-Christian Heins heute (25. Februar 2026) Circus-Aktien über Xetra gekauft. Der Ausführungskurs lag bei 7,26 Euro, das Gesamtvolumen bei 10.076,88 Euro.

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Solche Directors’ Dealings werden vor allem deshalb genau gelesen, weil sie zeigen, dass ein Entscheidungsträger das Risiko – und die Chance – selbst mitträgt. Mehr ist daraus allerdings nicht automatisch abzuleiten: Ein Insiderkauf ist kein Garant für eine Trendwende, aber ein konkreter Fakt zur Positionierung im Management.

Einordnung: Weitere Zukäufe – und eine Kapitalerhöhung zu höheren Preisen

Der Kauf reiht sich in eine Serie jüngerer Insidertransaktionen ein. Bereits am 29. Januar 2026 hatte die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG (dem CEO Nikolas Bullwinkel zuzuordnen) außerbörslich Aktien für 20.027,70 Euro zu 9,90 Euro je Aktie erworben.

Interessant ist dabei der Vergleich zur letzten großen Finanzierungsrunde: Im Dezember 2025 platzierte Circus im Rahmen einer Kapitalerhöhung 2.418.820 neue Aktien zu 12,20 Euro. Der Bruttoemissionserlös lag bei rund 30 Millionen Euro. An dieser Runde beteiligten sich laut Quelltext auch CEO Nikolas Bullwinkel sowie CFO Fabian Becker. Der heutige Kauf zu 7,26 Euro erfolgte damit auf einem deutlich niedrigeren Niveau als die jüngste Kapitalmaßnahme.

Kurslage: Erholung am Tag, Trend bleibt schwach

Am Markt zeigt die Aktie heute zwar eine Gegenbewegung, der größere Trend ist aber weiterhin abwärts gerichtet. Der Kurs liegt aktuell bei 7,42 Euro und damit 3,63% über dem gestrigen Schlusskurs von 7,16 Euro. Gleichzeitig steht die Aktie auf Sicht von 30 Tagen mit -19,00% und seit Jahresanfang bei -38,42%.

Auffällig: Mit dem gestrigen Kurs wurde zugleich das 52-Wochen-Tief bei 7,16 Euro markiert. Der heutige Anstieg entspricht damit auch einer technischen Erholung direkt von diesem Tiefpunkt.

Zumindest kurzfristig deutet der RSI (14 Tage) von 35,2 darauf hin, dass der Titel nicht mehr weit von einem überverkauften Bereich entfernt ist – ein Umfeld, in dem Insiderkäufe am Markt besonders aufmerksam registriert werden.

Im Kern bleibt damit festzuhalten: Das Management – nun auch der Aufsichtsratschef – kauft zu Preisen, die klar unter der Kapitalerhöhung von Dezember liegen, während die Aktie nach einem neuen 52-Wochen-Tief versucht, Stabilität zu finden.

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