Nordex Aktie: Höhenflug!
Die Nordex-Aktie schießt heute um 8 Prozent nach oben – auf ein Niveau, das zuletzt im Herbst 2002 erreicht wurde. Der Grund: Der Windturbinenhersteller überraschte mit einem starken vierten Quartal und hebt seine mittelfristigen Margenziele deutlich an. Doch während Analysten jubeln, gibt es auch Kritikpunkte.
Das vierte Quartal 2025 brachte einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch beeindruckender: Das operative Ergebnis (EBITDA) sprang um 188 Prozent auf 307,4 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte im Schlussquartal auf 12,1 Prozent, verglichen mit mageren 4,9 Prozent im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2025 erwirtschaftete Nordex einen Nettogewinn von 274 Millionen Euro – nach nur 9 Millionen Euro in 2024. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen von 249 Millionen Euro deutlich.
Der Auftragseingang im Projektbereich legte um ein Viertel auf 9,3 Milliarden Euro zu. Constantin Hesse von Jefferies spricht von einem "hervorragenden vierten Quartal". Auch RBC-Analyst Colin Moody sieht Potenzial, dass die Konsensprognosen für das EBITDA 2026 und darüber hinaus im mittleren zehnprozentigen Bereich steigen könnten.
Margenziel kräftig nach oben geschraubt
Nordex hebt seine mittelfristigen Ambitionen deutlich an: Die EBITDA-Marge soll mittelfristig auf 10,0 bis 12,0 Prozent steigen – bislang hatte das Ziel bei 8 Prozent gelegen. Der Konzern verweist auf die starke Entwicklung in 2025 und die gute Sichtbarkeit durch den prall gefüllten Auftragsbestand.
Für 2026 peilt Nordex einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an. Die EBITDA-Marge soll zwischen 8,0 und 11,0 Prozent liegen. Analysten hatten zuvor mit knapp 8,3 Milliarden Euro Umsatz und einer Marge von 8,6 Prozent gerechnet – die neue Prognose liegt also darüber.
Aktionäre müssen sich gedulden
Trotz der positiven Zahlen gibt es einen Wermutstropfen: Die Ausschüttungen an die Aktionäre lassen auf sich warten. RBC-Analyst Moody zeigt sich enttäuscht über die Verzögerung bis 2027. Auch das Ziel einer Mindestrendite von 50 Millionen Euro für Aktionäre ab 2027 wirkt angesichts des starken freien Cashflows in 2025 konservativ.
Vorbörslich auf Tradegate legte die Aktie dennoch kräftig zu und erreichte 37,84 Euro. Sollte dieser Wert im XETRA-Handel gehalten werden, markiert dies den höchsten Stand seit Herbst 2002. Die Bären haben bei Nordex vorerst ausgedient – die operative Stärke und der erhöhte Margenausblick geben den Bullen Auftrieb.
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