Während der Aktienkurs von Circus SE seit Jahresbeginn deutlich Federn lassen musste, nutzt die Unternehmensführung die niedrigen Bewertungen für Zukäufe. CEO Nikolas Bullwinkel sendet durch eine Serie von Aktienerwerben über seine Beteiligungsgesellschaft ein klares Signal an den Markt. Anleger stellen sich nun die Frage: Ist das Tief erreicht und die Bewertung für Insider mittlerweile zu verlockend?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

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  • Käufer: Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG (CEO)
  • Datum: 5. Februar 2026 sowie 2. und 3. Februar
  • Volumen: Mehrere Tranchen, zuletzt ca. 14.300 Euro am heutigen Donnerstag
  • Handelsplatz: Xetra

Konsequente Käufe im Abwärtstrend

Die Transaktionen erfolgen in einer Phase, in der der Titel charttechnisch angeschlagen ist. Allein heute erwarb die dem CEO zugeordnete Gesellschaft Aktien im Wert von rund 14.368 Euro zu einem Durchschnittspreis von 9,24 Euro. Bereits in den Tagen zuvor griffen die Insider bei Kursen zwischen 8,78 Euro und 9,28 Euro zu.

Dieses Muster einer gestaffelten Akkumulation deutet darauf hin, dass das Management das aktuelle Kursniveau als fundamental ungerechtfertigt oder zumindest als attraktive Einstiegsgelegenheit betrachtet. Solche Directors' Dealings gelten oft als Indikator für die interne Stimmungslage, insbesondere wenn sie antizyklisch erfolgen.

Operative Meilensteine stützen Zuversicht

Der Optimismus des Managements dürfte nicht unbegründet sein, denn operativ konnte Circus SE zuletzt liefern. Besonders die Ende Januar vermeldete Auslieferung von KI-Robotern an die Bundeswehr durch die Tochter Circus Defence markiert einen wichtigen Referenzpunkt. Hinzu kommt eine strategische Finanzierungspartnerschaft mit MMV Leasing, die darauf abzielt, die Skalierung der Systeme voranzutreiben.

Auch die Expansion in den US-Markt mittels ADR-Struktur zeigt, dass das Unternehmen bestrebt ist, seine Investorenbasis international zu verbreitern, wenngleich sich dies noch nicht im Aktienkurs niederschlägt.

Aktie sucht Bodenbildung

Ein Blick auf die Kursdaten verdeutlicht die Diskrepanz zwischen Nachrichtenlage und Börsenbewertung. Mit einem aktuellen Kurs von 9,58 Euro notiert das Papier zwar leicht über dem jüngsten 52-Wochen-Tief von 8,88 Euro, das erst am 27. Januar markiert wurde. Vom 52-Wochen-Hoch bei 24,20 Euro ist der Titel jedoch meilenweit entfernt – der Abstand beträgt über 60 Prozent.

Das Minus seit Jahresanfang summiert sich auf 20,50 Prozent. Dass der CEO genau jetzt in diese Schwäche hineinkauft, könnte als Versuch gewertet werden, den Kurs im Bereich der 9-Euro-Marke zu stabilisieren.

Fazit

Die Insiderkäufe bei Circus SE sind mehr als nur kosmetische Maßnahmen. Sie erfolgen parallel zu konkreten operativen Fortschritten und in einer charttechnisch kritischen Zone nahe der Jahrestiefststände. Ob diese Zuversicht des CEOs auf den breiten Markt überspringt, wird davon abhängen, wie schnell die angekündigten Partnerschaften und Lieferverträge sich in den Umsatzzahlen niederschlagen.

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