CATL Aktie: Geopolitischer Gegenwind
Der chinesische Batterie-Riese CATL beherrscht den heimischen Markt wie kein Zweiter – doch ausgerechnet in den USA könnte das Geschäftsmodell ins Stocken geraten. Eine Sicherheitskommission aus Michigan warnt vor der geplanten Kooperation mit Ford, während gleichzeitig neue Kostendruck-Faktoren sichtbar werden.
Marktführerschaft unter Druck
CATL sicherte sich 2025 erneut den Spitzenplatz im chinesischen Batteriemarkt: Mit 333,57 GWh installierter Kapazität – das entspricht Batterien für rund 5,07 Millionen Fahrzeuge – kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von 43,42 Prozent. Der Abstand zum Verfolger BYD (21,58 Prozent) bleibt komfortabel.
Besonders dominant zeigt sich CATL im Premium-Segment: Bei Ternär-Batterien (NMC) liegt der Marktanteil bei 70,90 Prozent, während LG Energy Solution auf nur 9,59 Prozent kommt. Auch bei den kostengünstigeren Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) führt CATL mit 37,10 Prozent vor BYD (26,51 Prozent).
Parallel dazu sicherte sich das Unternehmen diese Woche neue Lieferverträge: Jiangsu Lopal Tech wird zusätzliches LFP-Material bereitstellen, um die Produktion 2026 aufrechtzuerhalten.
Michigan-Projekt im Visier
Die geplante Batteriefabrik in Marshall, Michigan, entwickelt sich zum Politikum. Die Michigan-China Economic and Security Review Group äußerte am Donnerstag Sicherheitsbedenken bezüglich der Partnerschaft mit Ford. Das Werk, das 2026 eröffnen und 1.700 Arbeitsplätze schaffen soll, basiert auf CATL-Technologie im Lizenzmodell – ein Schlüsselprojekt für die US-Expansion des Konzerns.
Die Warnung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: CATL will seine globale Präsenz (derzeit 37 Prozent Weltmarktanteil) ausbauen, ohne eigene Produktionsstätten in den USA zu errichten. Das Lizenzmodell galt als elegante Lösung, um politische Hürden zu umgehen.
Kostenseite verschärft sich
Zwei Faktoren belasten die Margen: Lithiumcarbonat-Futures stiegen seit Jahresbeginn um knapp 30 Prozent auf 158.000 CNY pro Tonne. Gleichzeitig bleibt die unternehmenseigene Lithium-Mine in Jianxiawo, Jiangxi, weiterhin stillgelegt – ein Engpass bei der Rohstoffversorgung.
Hinzu kommt eine fiskalische Verschärfung: Ab April 2026 sinkt die Exportsteuer-Rückerstattung für Batterieprodukte von neun auf sechs Prozent, ab 2027 entfällt sie vollständig. Peking zielt damit auf Überkapazitäten – trifft aber Exportweltmeister wie CATL besonders hart.
Als Gegenmaßnahme setzt das Unternehmen verstärkt auf Automatisierung: In den Produktionsanlagen in Luoyang kommen bereits humanoide Roboter vom Typ „Xiaomo" zum Einsatz, die eine Präzisionsrate von über 99 Prozent erreichen.
Expansion trotz Gegenwind
Während die US-Pläne auf der Kippe stehen, investiert CATL im Inland weiter massiv: Gemeinsam mit Changan Auto entsteht für 5,5 Milliarden CNY ein neues Batteriewerk mit 25 GWh Jahreskapazität in der Chuan-Yu Gaozhu New Area. Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob Ford die politische Opposition in Michigan überwinden kann – und ob CATL seine Lithium-Mine wieder hochfährt. Beides sind Weichenstellungen für die weitere Entwicklung des Batterie-Giganten.
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