CATL startet in den März mit Rückenwind aus Europa – und gleichzeitig mit einem unangenehmen Störfeuer aus Afrika. Während der Batterieriese seine Zusammenarbeit mit BMW beim „Battery Passport“ vertieft, sorgt ein überraschender Exportstopp für Lithium aus Simbabwe für neue Unsicherheit bei den Rohstoffkosten. Was heißt das für die nächsten Wochen – ausgerechnet kurz vor den Jahreszahlen?

BMW-Deal: Mehr als nur Lieferant

Am 25. Februar unterzeichneten CATL und die BMW Group in Peking ein Memorandum of Understanding. Im Kern geht es um Pilotprojekte für „trusted data exchange“ und Dekarbonisierung entlang der Batterie-Lieferkette – konkret im Kontext des Battery Passport.

Dabei wollen beide Seiten unter anderem an Methoden zur CO₂-Bilanzierung, an passenden Berechnungs-Tools und an einem verlässlichen Datenaustausch arbeiten. Als technische Basis dient das Catena‑X-Datenökosystem der Automobilbranche, über das grenzüberschreitende Datenübertragungen und Carbon-Footprint-„Accounting“ im Battery‑Passport‑Rahmen getestet werden sollen.

Strategisch ist das deshalb relevant, weil ab 2027 in der EU strengere Batterieregeln gelten, inklusive detaillierter CO₂-Fußabdruck-Berichte und Transparenz über den Lebenszyklus. BMW versucht damit, die eigene E‑Auto-Palette frühzeitig regulatorisch „zukunftsfest“ zu machen – und CATL rückt vom reinen Zulieferer stärker in die Rolle eines Partners bei Datenstandards und Compliance.

Simbabwe bremst Lithium – Kostenfaktor wird unberechenbarer

Zeitgleich hat Simbabwe die Lieferketten für einen zentralen Batterierohstoff erschüttert. Ebenfalls am 25. Februar kündigte das dortige Ministerium einen weitreichenden Exportbann an – und zwar mit sofortiger Wirkung. Brisant: Das Verbot umfasst auch Rohstoffe, die bereits unterwegs sind. Für den Markt ist das ein echter Einschnitt, weil die Umstellung ohne Vorlauf passiert.

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Simbabwe verfügt über die größten Lithium-Reserven Afrikas und exportierte im Jahr bis Dezember 2025 rund 1,128 Millionen Tonnen lithiumhaltiges Spodumen-Konzentrat, ein Großteil davon Richtung China zur Weiterverarbeitung. Nach der Ankündigung zogen Lithiumcarbonat-Kontrakte an der Guangzhou Futures Exchange am 26. Februar zeitweise um mehr als 9% im Tagesverlauf an.

Für Zellhersteller wie CATL bedeutet das vor allem eines: Rohstoffpreisspitzen könnten schneller als erwartet auf die Margen durchschlagen – selbst wenn die Nachfrage robust bleibt.

Dominanz bleibt – doch der Termin rückt näher

Operativ bleibt CATL laut SNE Research der klare Taktgeber im Weltmarkt: 2025 stieg die global installierte EV‑Batteriekapazität um 31,7% auf 1.187 GWh. CATL kommt dabei auf 39,2% Marktanteil (464,7 GWh) und liegt deutlich vor BYD (16,4%) und LG Energy Solution (9,2%).

Kapitalmarktseitig meldete CATL zudem, dass die 2026er Emission von Science‑and‑Technology‑Innovation‑Unternehmensanleihen (Phase I) die Listing-Bedingungen der Börse Shenzhen erfüllt. Die Anleihen werden seit dem 27. Februar gelistet und sind für professionelle bzw. institutionelle Investoren handelbar.

Beim Blick auf die Aktie zeigt sich der Druck der letzten Wochen: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 342,01 CNY und damit unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 361,02 CNY.

Am 9. März will der Vorstand die Jahreszahlen für 2025 beschließen und deren Veröffentlichung freigeben. Auf der Agenda steht auch ein möglicher Vorschlag für eine Schlussdividende – ein Termin, an dem sich zeigen dürfte, wie gut CATL die neue Rohstoff-Unsicherheit einpreisen kann und ob die Zusammenarbeit mit BMW bereits als regulatorischer Vorsprung greifbar wird.

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