Petrobras schafft Klarheit im monatelangen Ringen um die Zukunft der Petrochemie-Tochter Braskem. Der brasilianische Ölriese verzichtet offiziell auf sein Vorkaufsrecht für ein großes Aktienpaket. Damit rückt eine Neuordnung der Eigentümerstruktur in greifbare Nähe, während der Konzern gleichzeitig seine internationale Expansion vorantreibt.

Verzicht auf Anteilsrechte

Im Kern geht es um die mögliche Übertragung von Braskem-Aktien, die derzeit von NSP Investimentos, einer Tochtergesellschaft von Novonor, gehalten werden. Der Verwaltungsrat von Petrobras genehmigte am vergangenen Dienstag den Verzicht auf vertraglich zugesicherte Vorkaufs- und Mitverkaufsrechte (Tag-along) bezüglich dieser Anteile an einen Investmentfonds.

Die Geschäftsführung wurde bereits ermächtigt, die notwendigen Schritte zur Formalisierung dieser Entscheidung einzuleiten. Petrobras kündigte an, weitere detailsrelevante Informationen zu veröffentlichen, sobald die finalen Konditionen der Transaktion feststehen. Dieser Schritt signalisiert, dass der Staatskonzern einer Lösung der komplexen Besitzverhältnisse bei Braskem nicht im Wege stehen will.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Petrobras?

Globale Expansion und Exportstärke

Parallel zur Bereinigung des Portfolios forciert Petrobras seine globalen Ambitionen. Ein zentraler Baustein ist die strategische Rückkehr nach Afrika: Erst Anfang Februar sicherte sich das Unternehmen Anteile an einem Offshore-Block in Namibia, um seine Präsenz auf dem Kontinent wieder auszubauen.

Operativ untermauern solide Kennzahlen diesen Kurs. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Petrobras Rekordexporte, getrieben durch eine signifikante Steigerung der Ölförderung. Während China der wichtigste Abnehmer bleibt, gelingt dem Konzern zunehmend die Diversifizierung seiner Kundenbasis, wobei Indien als Absatzmarkt stark an Gewicht gewinnt.

Finanzlage und Ausblick

An der Börse reagierte das Papier am Freitag mit leichten Abschlägen und notierte bei rund 15,13 US-Dollar. Die fundamentale Basis präsentiert sich mit einem Umsatz von zuletzt 86,4 Milliarden US-Dollar und einer operativen Marge von gut 27 Prozent robust. Auch die Verschuldung wirkt mit einem Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital von 0,89 kontrolliert.

Für Investoren richtet sich der Fokus nun auf den 5. März 2026. An diesem Datum wird Petrobras die vollständigen Finanzergebnisse für das vierte Quartal vorlegen, die zeigen werden, wie sich die gestiegenen Produktionsmengen konkret in der Bilanz niederschlagen.

Petrobras-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Petrobras-Analyse vom 14. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Petrobras-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Petrobras-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Petrobras: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...