Canopy Growth hat für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen deutlich kleineren Nettoverlust gemeldet. Gleichzeitig zeigen die kanadischen Cannabis-Geschäfte mehr Zug, während das internationale Segment weiter bremst. Unterm Strich: Operativ wird es besser – aber der Margendruck bleibt ein Thema.

Wird der Turnaround über Kanada und striktere Kostenkontrolle schneller greifbar?

  • Konzernumsatz: 74,5 Mio. CAD (im Jahresvergleich praktisch unverändert)
  • Nettoverlust: 49% geringer als vor einem Jahr
  • Adjusted EBITDA: Verlust auf rund 3 Mio. CAD verbessert (drittes Quartal in Folge)
  • Bruttomarge: auf 29% gesunken (Vorjahr: 32%)

Kanada liefert das Wachstum

Die klaren Lichtblicke kamen aus dem Heimatmarkt. Im medizinischen Bereich stieg der Umsatz in Kanada auf 23 Mio. CAD, ein Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr. Als Treiber nannte das Unternehmen mehr Registrierungen von versicherten Patienten sowie größere Bestellmengen.

Auch das Freizeitgeschäft in Kanada legte zu: Ebenfalls 23 Mio. CAD Umsatz, ein Anstieg um 8%. Rückenwind kam laut Bericht vor allem durch die Nachfrage nach „infused“ Pre-Rolls sowie neuen All-in-One-Vapes der Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne.

In Summe erreichten die Cannabis-Umsätze 52 Mio. CAD, was einem Plus von 4% entspricht.

International bleibt schwierig – erste Entspannung sichtbar

Außerhalb Kanadas lief es dagegen schwächer. Die internationalen Cannabis-Umsätze fielen um 31% auf 6 Mio. CAD. Hauptgrund waren Lieferkettenprobleme in Europa.

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Immerhin meldete Canopy Growth im Quartalsvergleich eine Verbesserung: Gegenüber dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der internationale Umsatz sequenziell um 22%, nachdem Anpassungen in der Lieferkette zu wirken begannen.

Margen unter Druck, Bilanz gestärkt

Die Profitabilität auf Bruttoebene gab nach. Die Konzern-Bruttomarge sank auf 29% (Vorjahr: 32%). Im Cannabis-Geschäft fiel sie auf 25% (von 28%). Bei Storz & Bickel ging die Marge auf 37% zurück (von 40%), unter anderem wegen höherer US-Importzölle.

Auf der Kostenseite verweist das Unternehmen auf 29 Mio. CAD an annualisierten Einsparungen seit März 2025. Die SG&A-Kosten sanken im Jahresvergleich um 12%, wenn akquisitionsbezogene Kosten herausgerechnet werden.

Finanziell steht Canopy Growth zum Quartalsende mit 371 Mio. CAD an Barmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten da, bei einer Netto-Cash-Position von 146 Mio. CAD. Eine im Januar abgeschlossene Rekapitalisierung verlängerte zudem alle Schuldenfälligkeiten bis 2031.

Zum Ausblick: Die Übernahme von MTL Cannabis soll weiterhin im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Das Management bekräftigte außerdem das Ziel, im Geschäftsjahr 2027 ein positives Adjusted EBITDA zu erreichen.

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