Der chinesische Elektroauto-Gigant BYD hat Anleger mit den schwächsten Verkaufszahlen seit fast zwei Jahren aufgeschreckt. Während der Börsenwert seit Mai 2025 bereits um rund 60 Milliarden Dollar geschrumpft ist, nähren die aktuellen Daten Zweifel an der Wachstumsdynamik. Ist die unangefochtene Dominanz des Marktführers in Gefahr?

Alarmierende Signale zum Jahresstart

Die nackten Zahlen verhehlen die Dramatik nicht: Mit 205.518 verkauften Fahrzeugen im Januar 2026 verzeichnete der Konzern einen Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders bitter ist der Trend, denn dies markiert bereits den fünften Monat in Folge mit sinkenden Absätzen. Speziell bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) fiel das Minus mit fast 34 Prozent noch deutlicher aus.

Gegenwind im Heimatmarkt

Verantwortlich für die Bremsspuren ist primär die veränderte Förderlandschaft in China. Seit dem 1. Januar erhebt die Regierung wieder eine Kaufsteuer von 5 Prozent auf neue Energiefahrzeuge, nachdem diese über ein Jahrzehnt lang steuerbefreit waren. Dieser politische Eingriff trifft auf einen ohnehin gesättigten Markt.

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Gleichzeitig wächst der Druck durch die Konkurrenz massiv. Rivalen wie Geely zogen im Januar bei den Verkaufszahlen an BYD vorbei, während auch Huawei-gestützte Marken wie Aito mit Zuwächsen von über 80 Prozent Marktanteile erobern. Analysten sehen hier nicht nur konjunkturelle, sondern zunehmend wettbewerbsbedingte Probleme für den Platzhirschen.

Lichtblick Export

Einziger Hoffnungsschimmer bleibt das Auslandsgeschäft. Die Exporte sprangen im Januar um über 43 Prozent an und machen mittlerweile fast die Hälfte der gesamten Auslieferungen aus. Besonders in Europa fasst der Konzern weiter Fuß: In Deutschland explodierten die Neuzulassungen regelrecht, was die Abhängigkeit vom schwächelnden chinesischen Binnenmarkt zumindest teilweise abfedert. Das Ziel für 2026 bleibt ambitioniert: 1,3 Millionen Fahrzeuge sollen in den Export gehen.

Reaktion der Märkte

An der Börse sorgten die Nachrichten für Ernüchterung. Die in Hongkong gelisteten Titel rutschten gestern um fast 7 Prozent ab – der stärkste Tagesverlust seit Mai 2025. Auch an der Börse in Shenzhen erreichte die Aktie den tiefsten Stand seit September 2024. Der Abverkauf riss auch Konkurrenten wie Xpeng und Xiaomi mit nach unten, was die generelle Nervosität im Sektor unterstreicht.

Analysten warnen nun vor möglichen Gewinnkorrekturen im laufenden Jahr, da die Stimmung der Investoren einen Tiefpunkt erreicht hat. Ob es sich bei der aktuellen Schwäche nur um saisonale Volatilität rund um das chinesische Neujahrsfest oder ein strukturelles Problem handelt, werden erst die konsolidierten Zahlen des ersten Quartals zeigen.

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