BYD Aktie: 60 Milliarden vernichtet
Chinas führender Elektroautobauer steht massiv unter Druck. Seit Mai hat sich ein Börsenwert von über 60 Milliarden US-Dollar in Luft aufgelöst, und die jüngsten Absatzzahlen bestätigen die Skepsis der Anleger. Während neue Steuern und steigende Rohstoffkosten die Margen bedrohen, fragen sich Marktteilnehmer: Ist das nur eine saisonale Delle oder das Ende der rasanten Wachstumsstory?
Absatzzahlen brechen ein
Der Start ins Jahr 2026 verlief für den Konzern enttäuschend. Mit gut 83.200 verkauften reinen Elektroautos im Januar meldete das Unternehmen aus Shenzhen den schwächsten Monatswert seit fast zwei Jahren. Besonders drastisch fiel der Rückgang im Heimatmarkt aus: Die inländischen Auslieferungen halbierten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu.
Verantwortlich für diesen Einbruch ist unter anderem eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen. Seit dem 1. Januar 2026 erhebt China wieder eine Kaufsteuer von fünf Prozent auf Fahrzeuge mit neuer Energie, nachdem diese über ein Jahrzehnt lang steuerbefreit waren. Dieser Schritt hat die Verbrauchernachfrage spürbar gedämpft. Experten von Morgan Stanley rechnen damit, dass die Volumina im ersten Quartal branchenweit um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgehen dürften.
Kostenexplosion bei Rohstoffen
Neben der schwächelnden Nachfrage belasten steigende Inputkosten die Profitabilität. Der Preis für Lithiumcarbonat, ein zentraler Bestandteil für Batterien, kletterte im Laufe des Jahres 2025 um fast 60 Prozent und erreichte zum Jahreswechsel den höchsten Stand seit Ende 2023. Auch im Januar 2026 setzte sich dieser Aufwärtstrend fort.
Zusätzlich verteuern gestiegene Preise für Kupfer und Aluminium sowie anhaltende Engpässe bei Speicherchips die Produktion. Analysten gehen davon aus, dass die Mehrkosten pro Fahrzeug bei einigen Modellen bis zu 1.000 US-Dollar betragen könnten. Zwar gilt BYD dank seiner eigenen Batterie- und Teileproduktion als widerstandsfähiger als viele Konkurrenten, doch immun gegen diese Marktkräfte ist auch der Marktführer nicht.
Konkurrenz holt auf
Der Wettbewerb im chinesischen Markt intensiviert sich zusehends. Geely hat sich inzwischen auf den zweiten Platz im Elektro-Segment vorgearbeitet. Auch Tech-Konzerne feiern Erfolge: Die Marke Aito, die auf Huawei-Technologie setzt, steigerte ihre Auslieferungen im Januar um über 80 Prozent. Xiaomi konnte ebenfalls rund 39.000 Fahrzeuge absetzen.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Bewertung der Aktie moderat. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 16 notiert das Papier unter dem dreijährigen Durchschnitt von 18. Hoffnung setzen Investoren zudem auf die globale Expansion: Das Management plant, den Absatz im Ausland in diesem Jahr um fast 25 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge zu steigern. Ob diese Strategie die Schwäche im Heimatmarkt und die steigenden Kosten kompensieren kann, werden die kommenden Quartalsberichte zeigen müssen.
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