BYD Aktie: Brenzlige Konstellation?
BYD steckt in einem unangenehmen Mix aus schwächeren Verkäufen, höheren Kosten und härterem Wettbewerb. Nach enttäuschenden Januar-Zahlen steuert die in Hongkong gelistete Aktie auf die sechste Verlustwoche in Folge zu. Seit Mai 2025 hat der Konzern zudem mehr als 60 Mrd. US-Dollar an Börsenwert eingebüßt.
Wichtigster Punkt für Anleger: Wie stark schlagen die steigenden Inputkosten in den kommenden Quartalen auf die Marge durch?
- Absatz bei reinen Elektro-Pkw (BEV) im Januar: 83.249 Fahrzeuge (niedrigster Monatswert seit Februar 2024)
- Gesamtabsatz (inkl. Plug-in-Hybride): 205.518 Fahrzeuge
- Exporte im Januar: 100.482 Fahrzeuge (+43,3% zum Vorjahr)
Januar-Zahlen fallen ab
Im Januar verkaufte BYD laut den veröffentlichten Daten nur 83.249 batterieelektrische Pkw. Insgesamt, inklusive Plug-in-Hybriden, kam der Konzern auf 205.518 Fahrzeuge. Besonders auffällig: Die Inlands-Auslieferungen sanken im Jahresvergleich auf 109.569 Einheiten und lagen damit nur noch bei etwa der Hälfte des Vorjahresniveaus.
Auch das Plug-in-Hybridgeschäft, das mehr als die Hälfte der gesamten Autoverkäufe ausmacht, schwächelte. Die Verkäufe dieser Modelle fielen im Januar um 28,5%.
An der Börse spiegelte sich die Enttäuschung bereits deutlich wider: Anfang der Woche rutschten die in Hongkong notierten Aktien an einem Handelstag um 6,9% auf 91 HK-Dollar ab. Es war der größte prozentuale Tagesverlust seit Ende Mai 2025.
Gegenwind für die ganze Branche
Die Schwäche betrifft nicht nur BYD. Mehrere große chinesische E-Auto-Marken meldeten im Januar deutliche Rückgänge gegenüber dem Dezember. Als Treiber nennen die Berichte vor allem drei Faktoren: Änderungen bei staatlichen Rahmenbedingungen, teurere Rohstoffe und zunehmenden Konkurrenzdruck.
Seit Jahresbeginn gilt in China wieder eine Kaufsteuer von 5% auf Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Zuvor waren diese Autos über viele Jahre von der vollen 10%-Kaufsteuer befreit. Parallel zogen wichtige Rohstoffe an: Die Lithiumpreise für Batterien haben sich innerhalb von drei Monaten mehr als verdoppelt, auch Kupfer und Aluminium verteuerten sich spürbar.
Beim Wettbewerb verschieben sich die Gewichte ebenfalls. Geely meldete für Januar über 270.000 verkaufte Fahrzeuge und lag damit im Monatsvergleich vor BYD als größtem Autobauer insgesamt in China.
Exporte als Stabilisierung
Ein Lichtblick bleibt das Auslandsgeschäft. Die Exporte stiegen im Januar auf 100.482 Fahrzeuge, ein Plus von 43,3% gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt BYD laut Reuters 1,3 Mio. Auslands-Auslieferungen an. Das entspräche einem Zuwachs von 24% im Vergleich zu 2025.
Der nächste wichtige Termin steht bereits im Kalender: Die kommenden Zahlen werden nach dem üblichen Rhythmus voraussichtlich am 23. März erwartet – dann dürfte sich zeigen, wie stark höhere Rohstoffkosten die Profitabilität tatsächlich belastet haben.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 08. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








