Chinas führender E-Auto-Hersteller steht unter Druck. Die Verkaufszahlen für Januar markieren ein Zwei-Jahres-Tief und lösten einen spürbaren Ausverkauf der Aktie aus. Während das Inlandsgeschäft durch neue Steuern und starke Konkurrenz leidet, forciert der Konzern seine aggressive Expansionsstrategie in Südamerika.

  • Absatzeinbruch: Januar-Verkäufe fallen um 30% auf 205.518 Fahrzeuge.
  • Kursreaktion: Aktie verliert in Hongkong fast 7% an Wert.
  • Steuer-Effekt: Wiedereinführung der 5%-Kaufsteuer belastet die Nachfrage.
  • Lichtblick: Exporte steigen um über 43% gegenüber dem Vorjahr.

Die aktuellen Daten zeichnen ein klares Bild der Herausforderungen im chinesischen Markt. Mit 205.518 ausgelieferten Einheiten meldete BYD den schwächsten Januar seit dem pandemiegeprägten Jahr 2020. Besonders drastisch fiel der Rückgang bei reinen Elektroautos (BEVs) aus, deren Absatz auf den tiefsten Stand seit Februar 2024 rutschte. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist die Änderung der chinesischen Steuerpolitik: Seit dem 1. Januar 2026 gilt wieder eine Kaufsteuer von 5% auf New Energy Vehicles, was die Nachfrage nach über einem Jahrzehnt der Steuerbefreiung spürbar dämpft.

Konkurrenz zieht vorbei

Die Schwäche des Marktführers nutzen Wettbewerber konsequent aus. Der Rivale Geely überholte BYD im Januar mit mehr als 270.000 verkauften Fahrzeugen. Auch das Huawei-gestützte Unternehmen Aito meldete starke Zuwächse. Analysten von Macquarie Capital werten den starken Rückgang bei BYD als überraschendes Warnsignal für den Verlust von Marktanteilen.

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Die Börse reagierte prompt auf diese Entwicklung. Die in Hongkong notierten BYD-Papiere verzeichneten am 2. Februar mit einem Minus von 6,9% den größten Tagesverlust seit Mai 2025. Auch an der Börse in Shenzhen fiel der Kurs auf ein Mehr-Monats-Tief. Der Verkaufsdruck erfasste den gesamten Sektor; Konkurrenten wie Xiaomi und Xpeng mussten ebenfalls Kursverluste hinnehmen.

Offensive in Brasilien

Um der Stagnation im Heimatmarkt entgegenzuwirken, beschleunigt BYD das internationale Wachstum. Die Exporte machten im Januar fast die Hälfte aller Auslieferungen aus. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist Brasilien. Laut aktuellen Plänen will das Unternehmen im Werk Camacari bis Ende 2026 rund 50% der Fahrzeugkomponenten lokal fertigen und beziehen.

Die Fabrik im Bundesstaat Bahia, die auf einem ehemaligen Ford-Gelände errichtet wurde, soll schrittweise auf eine Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen ausgebaut werden. Die Investitionssumme für die erste Phase beläuft sich auf umgerechnet 1,1 Milliarden Dollar.

Für das Gesamtjahr 2026 hat sich das Management ein ambitioniertes Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen gesetzt. Ob die Auslandsexpansion die strukturellen Bremsspuren im chinesischen Markt vollständig kompensieren kann, werden die kommenden Quartalsberichte zeigen müssen.

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