ams OSRAM Aktie: Fokus geschärft
ams OSRAM trennt sich von einem wichtigen, aber nicht mehr passenden Geschäftsbereich – und macht damit beim Schuldenabbau Tempo. Der Deal mit Infineon ist mehr als ein Portfolio-Feinschliff: Er soll die Gruppe strategisch klarer auf „Digital Photonics“ ausrichten. Was heißt das konkret für Bilanz und Ausblick?
Verkauf an Infineon: Das steckt im Deal
Am 3. Februar wurde bekannt, dass ams OSRAM sein nicht-optisches Analog-/Mixed-Signal-Sensorgeschäft an Infineon verkauft. Zum Paket gehören Sensorlösungen für Automotive-, Industrie- und Medizin-Anwendungen.
Wichtige Eckdaten auf einen Blick:
- Kaufpreis: 570 Mio. € (bar, schulden- und kassenfrei)
- Umsatz (2025) des verkauften Geschäfts: rund 220 Mio. €
- Bereinigtes EBITDA (2025): etwa 60 Mio. €
- Mitarbeiter: ca. 230 wechseln zu Infineon
- Closing: erwartet im 2. Quartal 2026
- Produktion: keine Anlagen übertragen; ams OSRAM fertigt für mehrere Jahre im Auftrag weiter
Für Infineon ist es zugleich ein Ausbau des Sensorportfolios. Das Unternehmen rechnet im Kalenderjahr 2026 mit zusätzlichen Umsätzen von rund 230 Mio. € aus dem Zukauf.
Entschuldung als roter Faden
Der Verkauf ist Teil des Entschuldungsplans, den ams OSRAM bereits am 30. April 2025 skizziert hatte. Zusammen mit dem bereits vereinbarten Verkauf des Entertainment- und Industrielampen-Geschäfts an Ushio (rund 100 Mio. € netto) summieren sich die erwarteten Erlöse aus Teilverkäufen auf etwa 670 Mio. €.
Besonders relevant: Der Pro-forma-Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA) soll durch die Transaktionen von 3,3 auf 2,5 sinken. Rund 130 Mio. € der Erlöse hängen an Vermögenswerten, die Wandelanleihen und Senior Notes besichern – dieses Geld ist für anteilige Rückkäufe oder Rückzahlungen dieser Instrumente vorgesehen.
Strategie: Mehr „Digital Photonics“, Lampen bleiben als Cashflow-Stütze
Mit dem Schritt positioniert sich ams OSRAM stärker als Spezialist für intelligente optische Halbleitertechnologien (Lichtemission und optische Sensorik). Im Konzern verbleiben unter anderem:
- optische Emitter- und Sensortechnologien
- spezialisierte Treiber- und Power-Management-ICs
- optische Sensoren und Sensormodule
- das traditionelle Automobil-Lampengeschäft (inkl. Ersatzlampen)
Gerade das Lampengeschäft soll als stabiler Cashflow-Generator im Konzern bleiben und damit das Wachstum im Halbleiterbereich mitfinanzieren.
Passend dazu hat das Unternehmen neue Ziele bis 2030 (über den Halbleiterzyklus hinweg) kommuniziert, darunter ≥ 25% bereinigte Halbleiter-EBITDA-Marge, > 200 Mio. € Free Cash Flow sowie ein Verschuldungsgrad < 2.
Kursbild: Erholung seit dem Tief, aber Trend bleibt zäh
An der Börse wirkt das Papier kurzfristig stabil, bleibt aber technisch angeschlagen: Heute notiert die Aktie bei 8,97 €, auf 30 Tage gerechnet steht ein Minus von -5,38% zu Buche. Gleichzeitig liegt der Kurs rund 50% über dem 52‑Wochentief (5,98 €), aber noch deutlich unter dem 52‑Wochenhoch.
Auffällig ist der RSI (14 Tage) von 16,4, der auf eine sehr stark überverkaufte Lage hinweist – das passt zur weiterhin hohen Nervosität im Kursverlauf.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 10. Februar 2026: Dann legt ams OSRAM die Zahlen für Q4 2025 sowie das Gesamtjahr 2025 vor und will in der Analystenkonferenz auch zur Umsetzung des Effizienzprogramms „Re-establish the Base“ berichten.
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