Petrobras-Anleger blicken auf eine Woche voller Gegensätze. Während am Freitag die nächste Dividendenzahlung ansteht und Milliardeninvestitionen in die Flotte fließen, trüben alarmierende Umweltdaten das Bild. Der Ölriese verzeichnete 2025 die höchsten Werte beim Abfackeln von Erdgas seit 15 Jahren – eine Entwicklung, die Fragen zur ESG-Strategie aufwirft.

Gestern bestätigten Branchenberichte die Freigabe von rund 2 Milliarden Real für den Bau von sechs neuen Öl-Versorgungsschiffen. Die Einheiten vom Typ PSV 5000 sollen die Offshore-Logistik stärken und setzen auf Hybridantriebe zur Effizienzsteigerung. Dies unterstreicht, dass der Konzern trotz globaler Energiewende-Debatten die operative Basis seines Kerngeschäfts weiter ausbaut.

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Doch die Expansion fordert ihren Tribut. Daten der Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) zeigen, dass die Treibhausgasemissionen des Konzerns im Jahr 2025 um 7 Prozent auf 47 Millionen Tonnen gestiegen sind. Verantwortlich für diesen Anstieg und die hohen Abfackel-Raten sind primär die Inbetriebnahme neuer Produktionsplattformen sowie eine intensivierte Gasverarbeitung.

Strategische Weichenstellungen und Dividende

Für Einkommensinvestoren bleibt der kurzfristige Fokus jedoch monetär: Am 20. Februar schüttet Petrobras die erste Tranche der im November 2025 beschlossenen Interimsdividende aus. Marktbeobachter analysieren genau, ob das Unternehmen die Balance zwischen attraktiven Aktionärsvergütungen und dem kapitalintensiven Investitionsplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 halten kann.

Auch im Beteiligungsportfolio herrscht Bewegung. Der Verwaltungsrat entschied bereits am 12. Februar, bei einer geplanten Aktienübertragung des Petrochemie-Riesen Braskem keine Vorkaufsrechte auszuüben. Dieser Schritt, der Novonor und den Fondsmanager IG4 betrifft, macht den Weg frei für eine Neustrukturierung der Eigentumsverhältnisse bei Braskem.

Die Gemengelage für Petrobras bleibt komplex. Kurzfristig sorgt der Zahltag am Freitag für Liquidität bei den Aktionären, während die Entscheidung zu Braskem eine mögliche Bereinigung der Konzernstruktur signalisiert. Mittelfristig dürften jedoch die steigenden Emissionswerte den Druck auf das Management erhöhen, die Umweltziele mit dem operativen Wachstum in Einklang zu bringen.

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