BYD Aktie: Massive Gegenoffensive
Der Start ins Börsenjahr 2026 gleicht für BYD einer kalten Dusche. Während der chinesische Heimatmarkt schwächelt und die Verkaufszahlen einbrechen, holt der E-Auto-Riese zum strategischen Gegenschlag aus. Kann die Mischung aus aggressiven Rabatten und einer bevorstehenden Technologie-Offensive das Ruder herumreißen?
Einbruch auf dem Heimatmarkt
Die nackten Zahlen des Januars sprechen eine deutliche Sprache: Der weltweite Absatz sackte im Jahresvergleich um 30,1 Prozent ab. Besonders das Kerngeschäft mit reinen Elektroautos (BEV) geriet unter die Räder und markierte mit gut 83.000 Einheiten den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist die seit Jahresbeginn geltende 5-prozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge in China.
Die Börse reagierte empfindlich auf diese Entwicklung. Die in Hongkong notierten Papiere verzeichneten Anfang Februar den schärfsten Tagesverlust seit Mai 2025. Der Kursrutsch spiegelt die Sorge wider, dass das Wachstum im wichtigsten Markt ins Stocken gerät.
Rabattschlacht und Europa-Boom
Das Management steuert nun massiv gegen. Um die Nachfrage in China neu zu entfachen, startete die Vertriebssparte "Ocean" eine aggressive Kampagne: Für beliebte Modelle winken Null-Prozent-Finanzierungen und hohe Eintauschprämien. BYD zieht hier alle Register, um Marktanteile im brutalen chinesischen Wettbewerb zu verteidigen.
Völlig anders präsentiert sich die Lage in Europa. Hier verzeichnete der Konzern im Januar einen regelrechten Ansturm: Die Neuzulassungen explodierten um 165 Prozent auf über 18.000 Fahrzeuge. Mit diesem Ergebnis zog BYD auf dem europäischen Markt kurzzeitig sogar am US-Rivalen Tesla vorbei, dessen Zahlen rückläufig waren. Das Exportziel für 2026 bleibt mit 1,3 Millionen Fahrzeugen ambitioniert.
Technologie und Expansion im Fokus
Investoren blicken nun gespannt auf den 5. März. Leaks deuten darauf hin, dass BYD an diesem Datum eine neue Generation von Ladesäulen vorstellt. Die Spezifikationen lassen auf eine Spitzenleistung von 1.500 kW schließen, was theoretisch das Nachladen von 400 Kilometern Reichweite in nur fünf Minuten ermöglichen würde.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die globale Produktion voran. Berichten zufolge steht BYD kurz vor der Übernahme eines bestehenden Autowerks in Mexiko mit einer Kapazität von 230.000 Fahrzeugen. Dies würde die langwierigen Genehmigungsverfahren eines Neubaus umgehen und den Zugriff auf den nord- und lateinamerikanischen Markt beschleunigen.
Die kommenden Wochen werden entscheidend für die weitere Kursentwicklung sein. Ob die technische Leistungsschau am 5. März und die aggressive Preispolitik den Einbruch in China kompensieren können, bleibt abzuwarten. Klarheit über die finanzielle Durchschlagskraft der aktuellen Lage dürften spätestens die Quartalszahlen am 24. März liefern.
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