Der weltweit beliebte ETF hat seine quartalsweise Anpassung abgeschlossen und dabei das Portfolio deutlich gestrafft. Es ist die letzte reguläre Überprüfung, bevor im Mai eine umfassende Änderung der Berechnungsmethode ansteht. Neben der gewohnten Tech-Dominanz finden sich nun überraschende neue Namen aus der Raumfahrt und Luftfahrt im Index wieder.

Neue Namen, neue Risiken

Mit dem Handelsschluss am Freitag vollzog der iShares MSCI World ETF (URTH) einen wichtigen Schnitt: 18 neue Werte wurden aufgenommen, während 27 Positionen weichen mussten. Unter den Neuzugängen stechen vor allem drei US-Unternehmen hervor: AST SpaceMobile, Coherent Corp und FTAI Aviation. Diese Auswahl markiert eine bewusste Verschiebung hin zu Themen wie weltraumgestützte Konnektivität und Industriematerialien.

Die Aufnahme dieser Titel löste den erwarteten automatischen Kaufdruck aus. Da ETFs den Index stur nachbilden müssen, fließen institutionelle Gelder unabhängig von der fundamentalen Bewertung in diese Aktien. Besonders bei Unternehmen wie AST SpaceMobile, die noch keine nennenswerten Umsätze erzielen, sehen Marktbeobachter jedoch Risiken. Der durch die Indexaufnahme erzeugte Nachfrageschub kann die Kurse kurzfristig über den fundamental gerechtfertigten Wert treiben.

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Tech-Sektor bleibt das Maß aller Dinge

Trotz der neuen thematischen Akzente ändert sich am grundlegenden Charakter des ETFs wenig. Die Wertentwicklung bleibt massiv von der Technologiebranche abhängig. Schwergewichte wie Nvidia (5,47 %), Apple (4,53 %) und Microsoft (3,58 %) dominieren weiterhin das Portfolio.

Diese Konzentration macht den Fonds anfällig für Korrekturen im Tech-Sektor, war aber zuletzt auch der Haupttreiber der Performance. Der ETF notierte zum Wochenschluss bei 190,84 USD und konnte auf Jahressicht eine Gesamrendite von rund 21 Prozent erzielen.

Der große Umbruch folgt im Mai

Die jetzige Anpassung gilt lediglich als Übergangsphase. Im Mai 2026 plant der Indexanbieter MSCI eine grundlegende Reform der Berechnungsmethode für den Streubesitz (Free Float). Ziel ist eine präzisere Messung der am Markt verfügbaren Aktien, was die Gewichtung einzelner Mega-Caps verschieben könnte. Experten rechnen hierbei mit einer deutlich höheren Umschlagshäufigkeit im Portfolio als bei der aktuellen Runde.

Mit der Wirksamkeit der neuen Zusammensetzung am 2. März richtet sich der Fokus der Anleger nun auf zwei Faktoren: die konkreten Auswirkungen der Mai-Reform und die Robustheit der US-Wirtschaft, die als "Soft Landing"-Szenario das Rückgrat für die weitere Kursentwicklung bildet.

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