BYD Aktie: Die massive Gegenoffensive
BYD steht unter erheblichem Zugzwang. Nach fünf aufeinanderfolgenden Monaten mit rückläufigen Verkaufszahlen im Heimatmarkt holt der chinesische EV-Gigant nun zum umfassenden Gegenschlag aus. Mit einer Kombination aus aggressiven Finanzierungsangeboten und einem bevorstehenden Technologie-Feuerwerk am 5. März will der Konzern das Ruder herumreißen. Kann diese Doppelstrategie die Wende bringen?
Rabattschlacht im Heimatmarkt
Der Start in das Jahr 2026 verlief für BYD enttäuschend. Im Januar brachen die weltweiten Verkaufszahlen um 30,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, wie aus Börsenpflichtmitteilungen hervorgeht. Besonders der chinesische Binnenmarkt setzt dem Unternehmen zu. Um den Absatz anzukurbeln, intensiviert BYD nun den Preiskampf durch extrem günstige Kreditkonditionen.
Die Vertriebssparte "Ocean Network" bietet für diverse Modelle, darunter die populären Seagull- und Dolphin-Reihen, zinslose Finanzierungen über drei Jahre oder Kredite mit sieben Jahren Laufzeit an. Eine Anzahlung ist dabei nicht zwingend erforderlich. Damit reagiert BYD direkt auf ähnliche Vorstöße von Tesla und über 20 weiteren Herstellern, die den Markt derzeit mit verlängerten Laufzeiten fluten.
Technologie-Sprung am 5. März
Doch Preissenkungen allein sollen es nicht richten. Am 5. März plant BYD eine umfassende Technologie-Präsentation, die als Antwort auf die technologische Aufholjagd der Konkurrenz verstanden werden kann. Im Zentrum steht die "Blade Battery 2.0". Berichten zufolge soll die neue Generation eine deutlich höhere Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg erreichen und für über 3.000 Ladezyklen ausgelegt sein.
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Parallel dazu plant das Unternehmen offenbar einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur. Geleakte Spezifikationen deuten auf neue Ladesäulen mit einer Spitzenleistung von 1.500 kW hin. Dies wäre eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber der ersten Generation und könnte theoretisch ermöglichen, in nur fünf Minuten Reichweite für rund 400 Kilometer nachzuladen. Auch bei der Software will BYD nachlegen: Erwartet wird ein Update des Fahrassistenzsystems "God's Eye" auf Version 5.0.
Lichtblick Europa
Während das Inlandsgeschäft schwächelt, liefert die Expansion nach Europa starke Zahlen. Die Neuzulassungen in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten verdreifachten sich im Januar beinahe auf über 18.000 Einheiten. Damit gelang BYD ein bemerkenswerter Erfolg: Der chinesische Konzern überholte im Januar auf dem europäischen Markt den US-Konkurrenten Tesla, dessen Zulassungszahlen im gleichen Zeitraum um 17 Prozent sanken. Das Auslandsgeschäft gewinnt damit massiv an Bedeutung und machte im Januar fast die Hälfte aller Auslieferungen aus.
Ausblick
Der Fokus der Anleger richtet sich nun voll auf den 5. März. Die Kombination aus technologischem Fortschritt bei Batterien und Ladeinfrastruktur sowie der aggressiven Marktpenetration in Europa muss die Schwäche im chinesischen Kerngeschäft kompensieren. Ob die neuen Plattformen und Finanzierungsmodelle bereits im zweiten Quartal die erhoffte Trendwende bei den Absatzzahlen einleiten, bleibt die entscheidende Kennzahl für die kurzfristige Kursentwicklung.
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