BYD Aktie: Börsenstimmung gemessen
Die BYD-Aktie gerät unter Druck. Anfang Februar 2026 verlor der Titel binnen einer Woche rund 7 Prozent. Der Auslöser: Verkaufszahlen für Januar, die auf den ersten Blick enttäuschen. Doch ein genauer Blick offenbart eine dramatische Verschiebung im Geschäftsmodell des chinesischen Elektroauto-Riesen.
Absturz im Heimatmarkt
BYD verkaufte im Januar 2026 insgesamt 210.051 Elektro- und Hybridfahrzeuge – ein Rückgang von 30,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Unternehmen verweist auf saisonale Effekte durch das chinesische Neujahrsfest und den Wegfall staatlicher Subventionen, die die Inlandsnachfrage dämpfen.
Die Zahlen verschleiern jedoch eine bemerkenswerte Entwicklung: Nahezu die Hälfte aller verkauften Fahrzeuge ging ins Ausland. Mit 100.482 exportierten Einheiten erreichte BYD einen neuen Rekord. Der Exportanteil kletterte auf 48 Prozent – ein struktureller Wandel für einen Hersteller, der jahrelang fast ausschließlich den chinesischen Markt bediente.
Deutschland: Verzehnfachung der Zulassungen
Besonders in Europa zahlt sich BYDs Offensive aus. Daten der deutschen Zulassungsbehörde KBA zeigen: Im Januar 2026 wurden über 2.500 BYD-Fahrzeuge neu zugelassen – mehr als zehnmal so viele wie im Vorjahr. Modelle wie der Sealion 7 und der Seal U finden offenbar Anklang bei europäischen Käufern.
Auch in Großbritannien verdoppelten sich die Verkäufe im Jahresvergleich. Während Tesla in der Region Marktanteile verliert, gewinnt BYD an Boden. Die Exportmargen fallen typischerweise höher aus als im hart umkämpften chinesischen Heimatmarkt, wo ein brutaler Preiskampf tobt.
Anleger warten auf Geschäftszahlen
Die Frage, ob die internationale Expansion den Gewinnrückgang in China kompensieren kann, dürfte BYD Ende März beantworten. Für den 25. oder 26. März 2026 wird die Vorlage der Gesamtjahreszahlen 2025 erwartet. Investoren dürften besonders auf die Margenentwicklung im Exportgeschäft achten.
Kurzfristig bleibt entscheidend, ob BYD die Export-Dynamik in den kommenden Monaten halten kann. Der geplante Produktionsstart im ungarischen Werk könnte zusätzlichen Rückenwind liefern, da lokale Fertigung Zollrisiken reduziert. Die nächsten Verkaufszahlen für Februar werden zeigen, ob Januar nur eine saisonale Delle war – oder der Beginn einer längeren Schwächephase im Kernmarkt China.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 07. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








