BYD hat 2025 erstmals seit vier Jahren weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Nettogewinn fiel um 19 Prozent auf 32,62 Milliarden Yuan — und verfehlte damit die Analystenerwartungen deutlich. Gleichzeitig wächst der Umsatz kaum noch, während der Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt die Margen weiter aushöhlt. Die Antwort des Unternehmens: eine aggressive Expansion ins Ausland.

Heimatmarkt unter Druck

Der Gewinnrückgang ist kein Ausreißer, sondern Ausdruck eines strukturellen Problems. Im vierten Quartal brach der Nettogewinn um 38 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan ein, der Umsatz sank um 14 Prozent. Firmengründer Wang Chuanfu sprach offen davon, dass der chinesische Elektrofahrzeugmarkt eine „Eliminierungsphase" erreicht habe.

Zu Beginn des laufenden Jahres hat sich die Lage weiter verschärft. Nach dem Auslaufen staatlicher Förderprämien Ende 2025 brachen die Inlandsverkäufe in den ersten beiden Monaten 2026 um 58 Prozent auf rund 199.000 Einheiten ein. Citigroup geht davon aus, dass das China-Geschäft im ersten Quartal in die Verlustzone rutschen könnte.

Exportziel auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben

Das Auslandsgeschäft soll die Lücke schließen. Nach einem Analystenmeeting im Anschluss an die schwachen Quartalszahlen bestätigte das Management, dass BYD für 2026 den Export von 1,5 Millionen Fahrzeugen anpeilt — 200.000 mehr als noch im Januar kommuniziert. Das entspräche einem Wachstum von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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2025 lieferte BYD erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge ins Ausland — genau 1.046.083 Einheiten, ein Plus von 151 Prozent. Im Februar 2026 übertrafen die internationalen Auslieferungen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe.

Der Reiz des Exportgeschäfts liegt nicht nur im Volumen. Analysten schätzen, dass BYD im Ausland — besonders in Europa und Brasilien — je Fahrzeug rund 20.000 Yuan Marge erzielt, verglichen mit etwa 5.000 Yuan im Heimatmarkt. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz stieg 2025 bereits von 28,55 auf 38,65 Prozent, während der China-Umsatz um 11 Prozent zurückging.

Investitionen trotz Gewinnrückgang

Trotz des Ergebnisdrucks investiert BYD weiter in Technologie. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen 2025 um 17 Prozent auf 63,4 Milliarden Yuan — fast doppelt so viel wie der erzielte Nettogewinn. Neben der Weiterentwicklung der Blade-Batterie plant das Unternehmen, ab 2027 auch außerhalb Chinas Schnellladeinfrastruktur aufzubauen.

Parallel dazu entstehen Fertigungsstandorte in Brasilien, Ungarn und mehreren südostasiatischen Ländern, um Zollrisiken zu reduzieren. Das Eigenkapital wuchs um 30 Prozent. Die Grundlage für die Expansion ist also vorhanden — die Frage ist, ob die Umsetzungsgeschwindigkeit mit dem Auslandsziel Schritt halten kann. Ein Exportwachstum von 43 Prozent in einem einzigen Jahr erfordert den gleichzeitigen Aufbau von Händlernetzwerken, Serviceleistungen und Logistik in Märkten, die BYD erst seit Kurzem erschließt.

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