Am 3. Februar 2026 erlebte PayPal einen der schwärzesten Tage seiner Börsengeschichte: Der Kurs brach um mehr als 20 Prozent ein — ausgelöst durch eine überraschende CEO-Ablösung, enttäuschende Quartalszahlen und den Rückzug der Finanzziele für 2027. Nun läuft die Uhr für betroffene Anleger.

Was hinter der Sammelklage steckt

Gleich mehrere US-Anwaltskanzleien erinnern Aktionäre an den 20. April 2026 als Frist zur Anmeldung als Hauptkläger in einer Wertpapierbetrugsklage. Betroffen sind Investoren, die PayPal-Aktien zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026 erworben haben.

Die Klageschrift wirft dem Management vor, Anleger systematisch in die Irre geführt zu haben. Konkret soll PayPal seine Fähigkeit zur Umsetzung von Wachstumsinitiativen übertrieben dargestellt, Probleme beim sogenannten Branded Checkout verschwiegen und Warnungen vor zunehmendem Wettbewerbsdruck heruntergespielt haben. Die optimistischen Wachstumsprojektionen, so der Vorwurf, seien unter der damaligen Unternehmensführung schlicht nicht erreichbar gewesen.

Der Kurseinbruch vom 3. Februar spiegelt sich auch im längerfristigen Kursbild wider: Auf Jahressicht hat die Aktie rund 36 Prozent verloren.

Krypto-Umstrukturierung fällt auf denselben Termin

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Ebenfalls auf den 20. April datiert PayPal eine interne Umstrukturierung seines Krypto-Geschäfts. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigung werden die Kryptodienste von PayPal, Inc. auf eine neue Tochtergesellschaft namens PayPal Digital, Inc. übertragen. Bestehende Nutzerkonten werden automatisch migriert, ein aktives Zutun der Kunden ist nicht erforderlich.

Der 20. April ist damit ein doppelter Stichtag — juristisch wie operativ.

Glanzpunkt im Gegenwind

Inmitten der rechtlichen Auseinandersetzungen gibt es zumindest eine positive Meldung: Im Evident AI Index 2026 wurde PayPal als globaler Spitzenreiter bei KI-Talenten im Zahlungsverkehr ausgezeichnet — Platz eins weltweit in der Kategorie AI Talent, Platz zwei bei Innovation. Ob diese Stärke mittelfristig in Geschäftsergebnisse übersetzt werden kann, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen zeigen müssen — denn die Glaubwürdigkeit des Managements gegenüber Investoren steht derzeit auf dem Prüfstand.

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