BYD Aktie: Verkaufseinbruch belastet
BYD kämpft mit einem dramatischen Nachfragerückgang. Im Januar brachen die Verkaufszahlen des chinesischen Elektroauto-Giganten um über 30 Prozent ein – der fünfte Rückgang in Folge. Die Aktie verlor allein diese Woche rund 7 Prozent an Wert.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Januar-Verkäufe: 210.051 Fahrzeuge (-30,1% zum Vorjahr)
- Reine Elektroautos: 83.249 Einheiten (niedrigster Stand seit Februar 2024)
- Plug-in-Hybride: -28,5% zum Vorjahr
- Exportvolumen: 100.482 Fahrzeuge (Rückgang von 133.172 im Dezember)
Marktkapitalisierung unter Druck
Die Hongkonger Aktien des Unternehmens haben seit Mai 2025 über 60 Milliarden Dollar an Marktwert verloren. Am Montag, den 2. Februar, markierte der Kurs den tiefsten Stand seit mindestens 16 Monaten. Der aktuelle Wochenverlust von etwa 7 Prozent verschärft die Talfahrt weiter.
Besonders schwach präsentierten sich die reinen Batterieautos mit 83.249 verkauften Einheiten – ein Warnsignal für BYDs Kerngeschäft. Plug-in-Hybride, die mehr als die Hälfte der Gesamtauslieferungen ausmachen, sanken um 28,5 Prozent.
Konkurrenz gewinnt Terrain
Der Druck kommt von mehreren Seiten. Geely verkaufte im Januar über 270.000 Fahrzeuge und überholte BYD deutlich. Aito, das Huaweis Betriebssystem nutzt, steigerte die Auslieferungen um über 80 Prozent auf mehr als 40.000 Einheiten. Leapmotor legte um 27 Prozent auf 32.059 Fahrzeuge zu, Nio lieferte 27.182 Einheiten aus.
„Unternehmen wie Geely mit seinem Xingyuan [Galaxy EV] haben im unteren Preissegment massiv Marktanteile gewonnen – genau dort, wo BYD traditionell stark war", erklärt Tu Le, Gründer der Beratungsfirma Sino Auto Insights, gegenüber CNBC.
Die chinesische Regierung verschärft die Lage zusätzlich. Seit dem 1. Januar 2026 gilt wieder eine 5-prozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge. Über ein Jahrzehnt lang waren E-Autos von der vollen 10-prozentigen Fahrzeugsteuer befreit gewesen. Die Maßnahme trifft besonders günstige Modelle – BYDs Hauptsegment.
Auslandsgeschäft als Hoffnungsträger
Trotz der heimischen Schwäche treibt BYD die internationale Expansion voran. In Brasilien will das Unternehmen bis Ende 2026 die Hälfte aller Fahrzeugkomponenten lokal beziehen. Das Werk in Camacari hat seit Oktober etwa 25.000 Autos produziert und beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter.
Für 2026 peilt BYD 1,3 Millionen Fahrzeugverkäufe im Ausland an – ein Plus von 24 Prozent gegenüber 2025. Ursprünglich hatte das Management bis zu 1,6 Millionen Einheiten angestrebt. In Deutschland explodierten die Neuzulassungen im Januar um über 1.000 Prozent – allerdings von niedrigem Niveau aus.
Entscheidung im ersten Quartal
Das erste Quartal dürfte zeigen, wie tief die Nachfragekrise reicht. Allerdings verzerrt die Zeitverschiebung des Neujahrsfests traditionell die Januar- und Februar-Zahlen. 2025 verkaufte BYD insgesamt 4,56 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeuge. Ein konkretes Inlandsziel für 2026 hat der Konzern bislang nicht kommuniziert.
Helen Liu, Partnerin bei Bain & Company, warnt: „Wir sehen wachsenden Druck auf Chinas Automarkt in 2026 durch eine Kombination aus politischen und Wettbewerbsfaktoren."
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