Die größte Kryptowährung der Welt befindet sich im freien Fall. Bitcoin rutschte am Donnerstag unter die Marke von 61.000 Dollar – der tiefste Stand seit einem Monat vor der US-Präsidentschaftswahl im November 2024. Vom Allzeithoch bei rund 126.000 Dollar im Oktober 2025 hat sich der Kurs damit mehr als halbiert. Was nach einer triumphalen Rally unter dem kryptofreundlichen Präsidenten Donald Trump begann, endet vorerst in einem schmerzhaften Realitätscheck für Anleger.

China verschärft Regulierung drastisch

Während der Westen auf Adoption setzt, dreht Peking die Daumenschrauben weiter zu. Am 6. Februar 2026 stellte die chinesische Zentralbank unmissverständlich klar: Inländische Unternehmen und deren Auslandsfirmen dürfen ohne Genehmigung keine Kryptowährungen emittieren. Besonders an den Yuan gekoppelte Stablecoins stehen im Fadenkreuz der Aufseher. Die Behörden stufen sie als Bedrohung für die monetäre Souveränität ein.

Auch Offshore-Dienstleister geraten stärker ins Visier. Jegliche Krypto-Services für Kunden auf dem chinesischen Festland bleiben strikt verboten. Assets wie Bitcoin oder Ethereum besitzen keinen rechtlichen Status als Zahlungsmittel, sämtliche Geschäftsaktivitäten gelten als illegal. Selbst die Tokenisierung realer Vermögenswerte wird ohne staatliche Genehmigung als unerlaubte Kapitalbeschaffung gewertet. Laut Bloomberg wurden durch den jüngsten Abverkauf weltweit bereits über zwei Billionen Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet.

Dünne Liquidität verstärkt Preisschwankungen

Die durchschnittliche 1-Prozent-Markttiefe von Bitcoin lag 2025 noch bei über 8 Millionen Dollar. Nach dem historischen Crash im Oktober 2025 – ausgelöst durch Trumps Zollankündigungen gegen China – fiel sie auf rund 6 Millionen Dollar. Heute steht sie bei nur noch 5 Millionen Dollar, wie Thomas Probst von Kaiko berichtet. Das bedeutet: Bereits relativ kleine Orders verursachen größere Preisbewegungen als vor dem Crash.

"Diese Kontraktion läuft seit mehreren Monaten und bleibt im Gange", warnt Probst. Reduzierte Liquidität führe zu schärferen und unberechenbareren Kursausschlägen. Besonders besorgniserregend sei der anhaltende Trend. Am Donnerstag brach Bitcoin um 20 Prozent ein, bevor eine leichte Erholung am Freitag den Kurs wieder über 70.000 Dollar hievte.

Michael Saylor kauft unbeirrt weiter

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Während viele Anleger nervös werden, bleibt MicroStrategy-Gründer Michael Saylor eiskalt. Am 2. Februar 2026 verkündete er den jüngsten Zukauf: 855 Bitcoin für rund 75,3 Millionen Dollar. Damit hält seine Firma nun 713.502 BTC. Seine Strategie folgt zwei simplen Regeln: Erstens, Bitcoin kaufen. Zweitens, Bitcoin niemals verkaufen.

An seinem 61. Geburtstag am 4. Februar 2026 bezeichnete Saylor heftige Kursschwankungen als "Satoshis Geschenk an die Gläubigen". Wer die langfristige Rendite ernten wolle, müsse die Achterbahnfahrt aushalten. Historische Daten stützen seinen Optimismus: Trotz Einbrüchen von teils über 80 Prozent in vergangenen Zyklen notiert Bitcoin auf Zehn-Jahressicht massiv im Plus.

Trump-Effekt verpufft

Bitcoin war nach Trumps Wahlsieg im November 2024 geradezu explodiert. Investoren spekulierten auf eine Überholung der Digital-Asset-Politik und auf Wahlkampfversprechen wie eine strategische Bitcoin-Reserve. Trump signierte zwar eine Executive Order zur Schaffung einer Reserve aus beschlagnahmten Coins – der große Kaufrausch der Regierung blieb jedoch aus.

Die Korrelation von Bitcoin zu Technologieaktien hat in Stressphasen zugenommen. Die jüngste Delle bei Tech-Werten – ausgelöst durch Sorgen über überhöhte KI-Bewertungen und unsichere Fed-Zinssenkungen – belastete auch Bitcoin. "Wir sehen wenige bullische Indikatoren, die darauf hindeuten, dass wir uns dem Boden nähern", konstatiert Andrew Moss von Jefferies nüchtern.

Einige Analysten sehen jedoch Hoffnungsschimmer. Das Verkaufsvolumen von sogenannten "Whales" – Entitäten mit 10.000 oder mehr Bitcoin – habe begonnen sich zu verlangsamen, berichtet James Butterfill von CoinShares. "Viele Investoren betrachten dies als Gelegenheit, anstatt davonzulaufen." Ob das ausreicht, um den Abwärtstrend zu stoppen, bleibt vorerst offen.

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