Alphabet schärft sein Profil im Wettlauf um künstliche Intelligenz und Robotik deutlich nach. Der Tech-Gigant holt seine Robotik-Sparte Intrinsic direkt ins Kerngeschäft und treibt gleichzeitig die Expansion der Robotaxi-Tochter Waymo massiv voran. Dieser strategische Umbau signalisiert eine klare Abkehr von experimentellen "Wetten" hin zu skalierbaren Industrie-Lösungen und erhöht den Druck auf die Konkurrenz.

Robotik trifft auf Gemini

Bisher lief die Robotik-Software-Tochter Intrinsic unter dem Segment "Other Bets" – quasi als experimentelles Wagnis außerhalb des Kerngeschäfts. Seit dieser Woche wird die Einheit nun direkt in Google integriert. Der strategische Hintergrund ist die geplante Verzahnung mit dem Forschungslabor Google DeepMind.

Ziel ist es, die leistungsstarken Gemini-KI-Modelle und die Google Cloud-Infrastruktur direkt für physische Anwendungen in der Fertigungsindustrie und Logistik nutzbar zu machen. Intrinsic entwickelt mit "Flowstate" eine Plattform, die Roboter ohne aufwendige Programmierung steuern soll. Ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung erfolgte bereits im November 2025 durch eine Partnerschaft mit dem Fertigungsriesen Foxconn.

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Waymo expandiert trotz Prüfungen

Parallel zur internen Konsolidierung drückt die Tochter Waymo beim autonomen Fahren aufs Gaspedal. Der Dienst startet den Betrieb in vier weiteren US-Metropolen: Houston, Dallas, San Antonio und Orlando. Vorerst haben nur eingeladene Nutzer Zugriff, doch die breite Öffentlichkeit soll im späteren Jahresverlauf folgen.

Das ausgegebene Ziel ist ambitioniert: Bis Ende 2026 will Waymo wöchentlich über eine Million Fahrten in mehr als zwanzig Städten abwickeln. Ganz ohne Reibung verläuft dieser Wachstumskurs jedoch nicht. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA prüft derzeit einen Vorfall aus dem Januar 2026 in Santa Monica, bei dem ein Waymo-Fahrzeug in eine leichte Kollision verwickelt war.

Fokus auf Unternehmenskunden

Neben der Hardware-Automatisierung stärkt Alphabet auch sein Software-Angebot für Firmenkunden. Mit "Gemini Enterprise" wurden neue mobile Anwendungen für Android und iOS veröffentlicht, die KI-Agenten direkt in Unternehmensdaten von SAP, Salesforce oder Microsoft 365 integrieren sollen.

An der Börse wird die Neuausrichtung bisher nüchtern aufgenommen. Die Aktie notiert heute leicht im Minus bei rund 264,40 Euro, was den kurzfristigen Konsolidierungstrend der letzten Wochen bestätigt. Langfristig bleibt das Papier mit einem Plus von über 60 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht jedoch in einem stabilen Aufwärtstrend. Der Umbau verdeutlicht Alphabets Entschlossenheit, KI-Anwendungen nun zügig von der Theorie in die industrielle und kommerzielle Praxis zu überführen.

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