Broadcom Aktie: Warnung vor Gegenwind
Die KI-Euphorie trieb den Kurs zuletzt an, doch nun zieht Skepsis auf. Eine neue Analyse warnt vor einem riskanten Trend bei Großkunden wie Google und Meta. Droht dem Chip-Giganten langfristig ein Margen-Problem, weil die Tech-Konzerne ihre Hardware-Entwicklung zunehmend ins eigene Haus holen?
Verantwortlich für die gedämpfte Stimmung ist das Analysehaus DA Davidson. Die Experten nahmen die Bewertung von Broadcom mit einem "Neutral"-Votum und einem Kursziel von 335 US-Dollar auf. Im Zentrum der vorsichtigen Einschätzung steht das Geschäft mit maßgeschneiderten Chips (ASICs). Die Analysten verwenden hierfür das Bild eines "schmelzenden Eisbergs": Zwar genießt Broadcom aktuell massive Einnahmen durch seine Hyperscale-Partner, doch langfristig besteht das Risiko, dass diese Konzerne Entwicklungsschritte internalisieren, um Kosten zu senken und Abhängigkeiten zu reduzieren.
Diese Einschätzung steht im direkten Kontrast zur derzeitigen Bewertung der Aktie, die stark von der KI-Fantasie getragen wird. Während DA Davidson vor einem Margendruck in der Zukunft warnt, sehen andere Experten die Lage deutlich positiver. Erst vor wenigen Tagen stufte Wolfe Research das Papier auf "Outperform" hoch und verwies auf die starke Pipeline für Googles Tensor Processing Units (TPUs) sowie die Öffnung dieser Chips für Drittentwickler. Auch die UBS bestätigte kürzlich ihre Kaufempfehlung und prognostiziert eine robuste Nachfrage nach KI-Netzwerktechnik und Beschleunigern bis mindestens 2027.
Starkes Fundament im Netzwerkbereich
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Während das Geschäft mit kundenspezifischen Chips ("Custom Silicon") kritisch beäugt wird, gilt die klassische Netzwerksparte als stabilisierender Faktor. Broadcom erweiterte hier jüngst sein Portfolio mit dem BCM49438 Prozessor und dem Trident X3+ Switch, um Rechenzentrums-Technologie auch in Unternehmensnetzwerke zu bringen.
Selbst skeptische Marktbeobachter erkennen an, dass Broadcoms Dominanz im Bereich Switching und Routing ein "dauerhaftes Franchise" darstellt. Diese Technologie ist essenziell, um Daten zwischen tausenden von KI-GPUs zu bewegen, und gilt als deutlich weniger anfällig für die Internalisierungs-Pläne der großen Tech-Konzerne als das reine Rechengeschäft.
Für Anleger kristallisiert sich ein klares Spannungsfeld heraus: Die kurzfristige Skalierung der KI-Infrastruktur macht Broadcoms Technologie unverzichtbar, während auf Sicht von drei bis fünf Jahren das Risiko der Unabhängigkeitsbestrebungen großer Kunden wie Meta steigt. Die weitere Kursentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob das Wachstum im Netzwerkbereich potenzielle Rückgänge im Custom-Silicon-Segment kompensieren kann.
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