Broadcom dominiert die aktuellen Schlagzeilen mit einem zweischneidigen Schwert: Einerseits boomt das Geschäft mit KI-Chips und treibt die Umsätze auf Rekordniveaus, andererseits sorgt der radikale Umbau der Tochter VMware für erheblichen Unmut. Während Partner in Europa um ihre Verträge bangen, richten Investoren den Blick darauf, ob das massive Wachstum im Chip-Bereich die strategischen Reibungsverluste und die jüngste Kurskorrektur von rund 6 Prozent seit Jahresbeginn kompensieren kann.

Radikaler Schnitt bei VMware

Der Halbleiter- und Softwaregigant steht wegen seiner aggressiven Strategie bei der jüngst übernommenen Tochter VMware in der Kritik. Wie aus Medienberichten hervorgeht, hat Broadcom zahlreichen europäischen Cloud-Service-Providern mitgeteilt, dass ihre Partnerverträge nicht verlängert werden. Bis zum 31. März 2026 müssen betroffene Dienstleister ihre offenen Projekte abschließen.

Hintergrund dieser Maßnahme ist eine Umstellung des Partner-Ökosystems auf ein „Invite-only“-Modell. Broadcom begründet diesen Schritt mit dem Ziel, Konsistenz und Vereinfachung im Angebot zu schaffen. Kritiker, wie der Branchenverband CISPE, warnen jedoch vor einer Marktbereinigung, die kleinere Anbieter ausschließt und die Auswahl für Kunden einschränkt. Diese Unruhe im Software-Segment steht im Kontrast zur Euphorie in der Hardware-Sparte.

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KI-Sparte als Wachstumsmotor

Operativ liefert Broadcom indes beeindruckende Argumente für die Bullen. Die Ergebnisse des vierten Quartals im Geschäftsjahr 2025 zeigten einen Umsatzsprung von 28 Prozent auf 18,0 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist der Bereich der KI-Halbleiter, dessen Erlöse im Jahresvergleich um 74 Prozent zulegten.

Für das laufende erste Quartal 2026 stellt das Management eine weitere Beschleunigung in Aussicht. Der Umsatz mit KI-Halbleitern soll sich im Jahresvergleich auf 8,2 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Diese Zuversicht stützt sich vor allem auf die hohe Nachfrage nach maßgeschneiderten Chips (ASICs). Durch Partnerschaften mit Größen wie OpenAI und Alphabet (Google) positioniert sich Broadcom erfolgreich als Alternative zu Nvidias Standard-GPUs, da große Hyperscaler zunehmend ihre Lieferketten diversifizieren wollen.

Wettlauf mit Nvidia

Trotz der starken Positionierung bleibt der Wettbewerb intensiv. Nvidia treibt seine eigene vertikal integrierte „Vera Rubin“-Architektur voran, um Kosten zu senken und Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Dennoch gelingt es Broadcom, mit seinen spezialisierten Netzwerklösungen (wie den Tomahawk-Switches) und kundenspezifischen Prozessoren Marktanteile zu sichern.

Am 4. März 2026 wird das Unternehmen seine Bücher für das erste Quartal öffnen. An diesem Termin wird sich konkret zeigen, ob die prognostizierte Verdopplung der KI-Umsätze erreicht wurde und welche finanziellen Auswirkungen die Restrukturierung des VMware-Partnernetzwerks tatsächlich hat.

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