Broadcom Aktie: Google macht Ernst
Broadcom baut seine Position im Markt für maßgeschneiderte KI-Chips massiv aus. Am 31. Januar stufte Wolfe Research die Aktie auf "Outperform" hoch – mit Kursziel 400 Dollar. Der Grund: Googles Tensor Processing Units (TPUs), die Broadcom mitentwickelt, werden zur ernsthaften Konkurrenz für Nvidias dominante GPUs. Und die Liste der Großkunden wird länger.
Google öffnet TPU-Technologie für Dritte
Die Analysten von Wolfe Research sehen in Googles Entscheidung, seine TPU-Chips auch externen Kunden zugänglich zu machen, einen Wendepunkt. "Google schafft damit einen echten Wettbewerber zu Nvidia", schreibt die Investmentbank. Broadcom werde der Hauptprofiteur dieser Verschiebung sein.
Die Prognosen untermauern die Erwartung: Wolfe Research rechnet bis 2028 mit rund 7 Millionen ausgelieferten TPU-Einheiten. Das zeigt, welche Größenordnung die kundenspezifischen Chip-Projekte inzwischen erreichen.
OpenAI und Anthropic als neue Großkunden
Neben Google hat Broadcom weitere Schwergewichte als Partner gewonnen. Eine mehrjährige Liefervereinbarung mit OpenAI wurde kürzlich bekannt, ebenso wie ein 10-Milliarden-Dollar-Auftrag von Anthropic, den das Unternehmen im Dezember 2025 bestätigt hatte.
Die Kundenliste liest sich wie das Who-is-Who der Tech-Branche: Google, Meta, Amazon Web Services – und jetzt auch OpenAI. Counterpoint Research bekräftigte Ende Januar, Broadcoms Marktanteil im Bereich KI-Server-ASICs könnte bis 2027 auf 60 Prozent steigen.
Nvidia unter Druck – aber nicht chancenlos
Gabriel Rasskin, Software-Ingenieur im Gemini-Team bei Google, brachte die Präferenz vieler Entwickler auf den Punkt: "Wenn Ressourcen keine Rolle spielen und ich schnell vorankommen muss, nutze ich zu 100 Prozent einen Custom Chip." Google trainierte sein Gemini-3-Modell komplett auf TPUs – ein Beleg für die Leistungsfähigkeit der Broadcom-Technologie.
Doch Analyst Gil Luria von D.A. Davidson warnt vor Euphorie. Zwar wollten die Hyperscaler wie Amazon, Google, Microsoft und Meta nicht von einem einzigen Anbieter abhängig sein. Allerdings bleibe Broadcoms Position "fragiler" als die von Nvidia, da die Abhängigkeit von wenigen Großkunden – insbesondere Google – hoch sei. Nvidias universell einsetzbare GPUs behielten ihre Relevanz.
Geschäftszahlen und Ausblick
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt Broadcom einen Umsatz von 19,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Die KI-Chip-Sparte soll dabei 8,2 Milliarden Dollar beisteuern – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Im Gesamtjahr 2025 erzielte Broadcom einen Rekordumsatz von 63,9 Milliarden Dollar (plus 24 Prozent), wobei allein das KI-Geschäft 20 Milliarden Dollar und damit 65 Prozent mehr als im Vorjahr abwarf. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 4. März 2026.
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