Infineon kann die Nachfrage nach seinen Leistungshalbleitern für KI-Anwendungen derzeit nicht vollständig bedienen. CEO Jochen Hanebeck zieht deshalb Investitionen von 500 Millionen Euro ins laufende Geschäftsjahr vor – ein klares Signal dafür, wie explosionsartig sich der Markt entwickelt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Halbleiterkonzern mit KI-bezogenen Umsätzen von 1,5 Milliarden Euro. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber 2025. Doch Hanebeck räumte bei der Vorstellung der Erstquartalszahlen ein, dass diese Ziffer "ausschließlich angebotsseitig begrenzt" ist. Die tatsächliche Nachfrage liegt "etwas oberhalb" dieser Marke.

Engpässe in der gesamten Lieferkette

Das Problem sitzt nicht nur bei Infineon selbst. Auch Zulieferer und Auftragsfertiger im Bereich der Montage kämpfen mit Flaschenhälsen. Der Schwerpunkt der zusätzlichen Investitionen liegt in Dresden, wo im Sommer eine neue Fab eröffnet werden soll. Der Hochlauf der Kapazitäten dort wird nun beschleunigt, um vor allem Mosfet-Leistungshalbleiter für Rechenzentren zu produzieren.

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Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Infineon bereits KI-Umsätze von 2,5 Milliarden Euro an – ein weiterer Sprung um zwei Drittel. "Da muss noch einiges passieren, damit wir das realisieren können", so Hanebeck. CFO Sven Schneider ordnet die Dimension ein: Der KI-Anteil am Konzernumsatz steigt von rund 10 Prozent in diesem Jahr auf etwa 15 Prozent im nächsten. "Das ist bei einem nicht ganz so kleinen Unternehmen wie Infineon dann schon ein erheblicher Schritt."

Analysten sehen dynamischeres Wachstum als erwartet

Die Investmentbank Barclays belässt die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 44 Euro. Analyst Simon Coles hebt besonders das Wachstumsziel für 2027 positiv hervor – die Dynamik übersteige die Erwartungen.

Jefferies setzt mit einem Kursziel von 52 Euro noch optimistischer an und bestätigt die "Buy"-Empfehlung. Analyst Janardan Menon betont, dass das erste Quartal die Erwartungen übertroffen habe, besonders bei der Segmentergebnis-Marge. Das avisierte Wachstum von 66 Prozent im KI-Geschäft für 2027 unterstreiche die Stärke der Positionierung.

Der KI-Boom kommt für Infineon zur rechten Zeit. Das große Geschäft mit Chips für die Autobranche schwächelt weiterhin. Zwar wird auch dort Wachstum erwartet, es dürfte aber geringer ausfallen als im Konzerndurchschnitt. Die Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren entwickeln sich damit zum entscheidenden Wachstumstreiber – wenn Infineon die Kapazitäten rechtzeitig hochfahren kann.

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