BP Aktie: Unerwartetes Hindernis!
Der britische Energieriese steckt in einer turbulenten Phase. Während der Stopp der Aktienrückkäufe und eine frische Verkaufsempfehlung die Stimmung belasten, eröffnet eine Entscheidung aus den USA plötzlich neue Chancen. Kann der Zugriff auf venezolanische Ölreserven die verunsicherten Anleger beruhigen oder wiegen die bilanziellen Altlasten zu schwer?
Lizenz zum Fördern
Ein Lichtblick erreichte den Konzern am Freitag direkt aus Washington: Das US-Finanzministerium genehmigte BP die Wiederaufnahme von Öl- und Gasgeschäften in Venezuela. Die Lizenz der Behörde OFAC erlaubt spezifische Transaktionen, knüpft diese jedoch an strikte Bedingungen. So müssen alle Zahlungen über vom US-Finanzministerium kontrollierte Konten laufen, um sicherzustellen, dass die Gelder nicht unkontrolliert abfließen.
Für den Konzern und die ab April 2026 amtierende CEO Meg O'Neill kommt dieser Schritt gelegen. Er fügt sich nahtlos in die Strategie ein, wieder verstärkt auf fossile Brennstoffe mit hohen Renditen zu setzen. Venezuela steigerte seine Produktion zuletzt auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag – ein Kuchenstück, das sich BP nun neben Konkurrenten wie Chevron und Shell sichern darf.
Analysten ziehen Reißleine
Die Freude über die Expansion wird jedoch durch skeptische Analystenstimmen gedämpft. Freedom Capital stufte das Papier heute von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab. Auch TD Cowen bestätigt lediglich das „Hold“-Votum mit einem Kursziel von 35,00 US-Dollar. Auslöser für die Zurückhaltung am Markt ist vor allem die Entscheidung vom 10. Februar, das Aktienrückkaufprogramm auszusetzen. Priorität hat nun der Schuldenabbau: Die Verbindlichkeiten sollen bis 2027 von aktuell rund 22 Milliarden auf 14 bis 18 Milliarden US-Dollar sinken.
Radikaler Umbau der Bilanz
Die finanzielle Neuaufstellung hinterlässt tiefe Spuren in den Büchern. Im vierten Quartal 2025 verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von über 3 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür waren primär Abschreibungen in Höhe von rund 4 Milliarden US-Dollar auf Erneuerbare Energien und Biogas-Anlagen. Dieser harte Schnitt markiert die Abkehr von der aggressiven grünen Expansion hin zum profitableren Kerngeschäft, wie auch der jüngste Fund im brasilianischen Bumerangue-Feld mit geschätzten 8 Milliarden Barrel Reserven belegt.
An der Börse notiert der Titel nach den jüngsten Verlusten nahe der Marke von 37 US-Dollar. Für eine nachhaltige Erholung fehlen aktuell die Impulse vom Gesamtmarkt, da Brent-Öl mit einem Wochenschlusskurs von 67,75 US-Dollar weiterhin schwächelt. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den Amtsantritt der neuen Konzernspitze im April und die konkrete Umsetzung der Sparpläne.
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