Eine Gruppe institutioneller Anleger stellt BP unbequeme Fragen. Pensionsfonds aus Großbritannien, Europa und Australien verlangen per Aktionärsantrag detaillierte Offenlegungen zur Kapitalallokation – konkret: Warum investiert BP wieder verstärkt in Öl und Gas, obwohl die Strategie in der Vergangenheit nicht überzeugte?

Der Kern der Kritik

Die Investoren, darunter die britischen Pensionsfonds Nest und Greater Manchester Pension Fund sowie das Australasian Centre for Corporate Responsibility (ACCR), fordern Klarheit über die Kriterien, nach denen BP neue Öl- und Gasprojekte bewertet. Ihr Argument: Die strategische Kehrtwende hin zu fossilen Brennstoffen adressiere nicht die eigentlichen Ursachen der schwachen Performance der vergangenen Jahre.

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BP plant zwischen 2025 und 2027 jährlich rund 10 Milliarden US-Dollar in Öl und Gas zu investieren – eine deutliche Erhöhung gegenüber früheren Planungen. Gleichzeitig will der Konzern die gesamten Investitionsausgaben auf 13 bis 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr begrenzen. Die Resolution verlangt, dass BP bis zur Hauptversammlung 2027 darlegt, wie diese Investitionen nachhaltig Wert schaffen sollen.

Marktumfeld mit Fragezeichen

Der Energiemarkt 2026 steht unter widersprüchlichen Vorzeichen. Einerseits treiben geopolitische Spannungen und der Fokus auf Energieunabhängigkeit die Nachfrage nach Öl und Gas. Neue Abnehmer wie Rechenzentren und KI-Infrastruktur benötigen massive Energiemengen. Andererseits warnen Analysten vor einem Angebotsüberschuss bei fossilen Energieträgern, der die Preise unter Druck setzen könnte.

Die Investoren bezweifeln offenbar, dass BP in diesem Umfeld mit höheren Kapitalausgaben für traditionelle Geschäftsfelder die Renditeerwartungen erfüllen kann.

Quartalszahlen als Gradmesser

Am 10. Februar 2026 legt BP die Ergebnisse für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vor. Diese Zahlen werden zeigen, ob die strategische Neuausrichtung erste Früchte trägt. Investoren erwarten konkrete Aussagen des Managements zur Kapitalrendite und zur Zukunft des Portfolios – Fragen, die der Aktionärsantrag bereits aufwirft.

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