Bei BP kommt ausgerechnet vor dem nächsten Quartalsbericht ein zusätzlicher Störfaktor auf den Tisch. In der wichtigen US-Raffinerie Whiting haben Gewerkschaftsarbeiter ein Angebot des Managements abgelehnt. Das erhöht den Verhandlungsdruck – und damit das Risiko von operativen Reibungsverlusten in einem ohnehin sensiblen Geschäft.

Streitpunkt: Whiting-Raffinerie

Im Zentrum steht die Whiting-Raffinerie, ein bedeutender Baustein in BPs US-Downstream. Laut Berichten vom Wochenende verweigerten die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten eine von BP America vorgelegte Übergangslösung.

Konkret ging es um eine 28-tägige Verlängerung des bestehenden Arbeitsabkommens. Das Angebot wurde am 30. Januar eingereicht, die Ablehnung wurde am 31. Januar bekannt. Damit steigt der Druck auf die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag.

Warum ist das für Anleger relevant? Arbeitskonflikte in Raffinerien können schnell teuer werden, weil bereits begrenzte Störungen die Auslastung und damit die Margen beeinträchtigen können. Gerade bei schwankenden Energiepreisen wird so aus einem Personalthema rasch ein Ergebnisthema.

Gemischtes Marktumfeld – plus Unternehmensrisiko

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Der Energiesektor bleibt zuletzt ein gemischtes Pflaster: Öl und Gas liefern keine klare Leitplanke, und einzelne Unternehmensmeldungen gewinnen dadurch mehr Gewicht. Die Unruhe in Whiting kommt deshalb als firmenspezifisches Risiko obendrauf.

Bei der Aktie selbst zeigt sich in den bereitgestellten Daten ein moderat freundlicher Grundton: Der Schlusskurs lag am Freitag bei 5,34 Euro.

Blick nach vorn: Q4-Zahlen am 10. Februar

Der Zeitpunkt ist heikel, weil BP am 10. Februar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen will. Der Markt ist dabei ohnehin sensibilisiert: Am 14. Januar hatte BP bereits Wertminderungen von 4 bis 5 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt, vor allem in den Bereichen Gas sowie Low-Carbon-Energie.

Damit treffen in den nächsten Tagen drei Faktoren zusammen: ein anstehender Ergebnisbericht, bilanzielle Anpassungen durch Abschreibungen – und nun die zusätzliche Unsicherheit aus Whiting. Am 10. Februar dürfte sich zeigen, wie stark diese Gemengelage die Erwartungen an Profitabilität und Ausblick prägt.

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