Der deutsche Leitindex übersprang am Montag wieder die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten und schloss mit einem Plus von 1,19 Prozent bei 25.014 Zählern. Nach zögerlichem Start kam die Kauflaune erst am Nachmittag zurück – befeuert durch starke Impulse aus Asien und den USA.

Rückenwind aus Tokio

Der Nikkei 225 lieferte die Steilvorlage: Japans Leitindex sprang erstmals über 55.000 Punkte auf ein neues Allzeithoch. Grund war der klare Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi – ihre LDP-Partei holte über 75 Prozent der Stimmen. Die Börse liebt klare politische Verhältnisse, und genau das bekam sie.

Auch an der Wall Street setzten sich die Rekorde fort. Der Dow Jones Industrial übersprang erstmals die Marke von 50.000 Punkten, während sich der zuletzt gebeutelte Nasdaq 100 stabilisierte. Die KI-Ängste, die Tech-Werte wochenlang unter Druck gesetzt hatten, scheinen zumindest vorübergehend nachzulassen.

Nervosität bleibt unterschwellig

Trotz des positiven Starts verlief der Handelstag in Frankfurt zunächst verhalten. In der ersten Stunde wurde ein Plus von 140 Punkten direkt wieder verkauft – ein Lehrbuchbeispiel für die anhaltende Nervosität der Anleger. Die Sorgen sind nicht verschwunden: Immer höhere KI-Investitionen bei gleichzeitig disruptiven Auswirkungen auf etablierte Geschäftsmodelle beschäftigen die Märkte weiterhin.

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Hinzu kommt die Datenlage aus den USA. Am Mittwoch steht der monatliche Arbeitsmarktbericht an – wegen eines verspäteten Veröffentlichungstermins später als üblich. Die Zahlen könnten zeigen, ob KI tatsächlich zum Jobkiller bei gut bezahlten Tech-Berufen wird und damit Spuren im Konsumverhalten hinterlässt. Bis dahin dürfte die Konsolidierung weitergehen.

Konjunkturdaten als Richtungsweiser

Die neue Handelswoche bringt wichtige Impulse: Neben dem Arbeitsmarktbericht am Mittwoch stehen am Freitag Inflationsdaten auf der Agenda. Die Märkte rechnen aktuell mit zwei Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026. Sollten die Konjunkturzahlen positiv überraschen, könnte das die Zinssenkungsfantasie weiter befeuern.

Auch die laufende Berichtssaison bleibt ein Taktgeber. Die Schwergewichte haben zwar bereits geliefert, doch diese Woche legen wichtige mittelgroße US-Unternehmen ihre Quartalszahlen vor – vor allem ihre Jahresausblicke werden genau beobachtet.

Die 25.000-Punkte-Marke könnte sich als hartnäckige Hürde erweisen. Geopolitische Spannungen und KI-Turbulenzen haben jederzeit das Zeug, den DAX wieder zu belasten. Andererseits scheint bereits viel Positives in den Kursen eingepreist. Eine klare Richtung dürfte der Index vorerst nicht finden.

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