Morgan Stanley hat BP am 24. März 2026 von „Equal Weight" auf „Overweight" hochgestuft – und damit ein klares Signal gesetzt, während der Ölmarkt gerade durch eine seiner turbulentesten Phasen seit Jahren navigiert. Die BP-Aktie legte am Dienstag um 3,7 % zu.

Solide Zahlen als Grundlage

Die Hochstufung kommt nicht aus dem Nichts. BPs Ergebnisse für das vierte Quartal übertrafen die Markterwartungen: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,60 Dollar gegenüber dem Konsens von 0,57 Dollar, der Umsatz erreichte 47,38 Milliarden Dollar – deutlich mehr als die erwarteten 42,19 Milliarden Dollar. Morgan Stanley setzt das neue Kursziel für den ADR auf 49,40 Dollar, was vom jüngsten Schlusskurs von 44,67 Dollar aus einem Aufwärtspotenzial von rund 10,6 % entspricht.

Der breitere Analystenmarkt ist allerdings zurückhaltender. Der Konsens bei MarketBeat bleibt bei „Hold" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 40,18 Dollar – deutlich unter der neuen Morgan-Stanley-Einschätzung.

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Ölmarkt zwischen Eskalation und Entspannung

Hintergrund der Bewegung ist ein dramatisches Auf und Ab am Rohölmarkt. Am 23. März brach Brent um bis zu 15 % ein, nachdem US-Präsident Trump eine fünftägige Verzögerung geplanter Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur ankündigte. Bereits am Folgetag erholte sich der Preis im asiatischen Handel um mehr als 3 % auf rund 103 Dollar je Barrel.

Für Aufsehen sorgte ein Handelsvorgang kurz vor der Ankündigung: Zwischen 580 und 650 Millionen Dollar in Öl-Futures wurden 15 bis 20 Minuten vor der offiziellen Mitteilung platziert – ein Volumen, das etwa achtmal über dem üblichen Niveau für dieses Zeitfenster lag. Marktbeobachter diskutieren seither Fragen rund um Markttransparenz und mögliche Insideraktivitäten.

Dividende und Sektordynamik

Am 27. März 2026 zahlt BP eine Dividende von 0,06 Pfund je Aktie, was einer Rendite von rund 4,56 % entspricht. Gleichzeitig zeichnet sich eine breitere Rotation in Richtung Rohstoffe und Energie ab: Barclays hob seine Sektoreinstufung für Energie von „Negativ" auf „Neutral" an und verwies auf verbesserte Industrieproduktion sowie höhere Ölpreisannahmen.

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dürften den Ölpreis vorerst stützen. Die Kuwait Petroleum Corporation meldete anhaltenden Druck auf die Infrastruktur im Persischen Golf; regionale Produzenten haben ihre Tagesförderung bereits um mehrere Millionen Barrel reduziert. Eine vollständige Rückkehr zur Kapazitätsauslastung würde selbst nach einer Entspannung mehrere Monate in Anspruch nehmen – ein Faktor, der Brent vorerst über der Marke von 100 Dollar hält.

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